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Politik
Digital-Pakt Schule – Fördergelder werden bis zum Jahresende abgerufen
Notwendige Schritte, um Fördergelder aus dem Programm Digital-Pakt Schule des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu erhalten, hat die Stadt Bad Honnef in die Wege geleitet. Allerdings konnte coronabedingt der ursprünglich aufgestellte Zeitplan, um einen Antrag auf Fördergelder zu stellen, nicht eingehalten werden. In anderen Kommunen in NRW ist die Situation ähnlich, denn bisher wurden von den bereitgestellten Fördergeldern lediglich rund 400.000 Euro von insgesamt einer Milliarde Euro abgerufen.
SymbolfotoBad Honnef. Bis zum Ende des Jahres 2020 wird die Stadt Bad Honnef ein Einsatzkonzept, das mit den Schulleitungen und Medienbeauftragten der städtischen Schulen abgestimmt ist, vorlegen, so dass die Förderanträge für die städtischen Schulen gestellt werden und sie möglichst im kommenden Jahr umgesetzt werden können.

Mit dem Digital-Pakt Schule unterstützt der Bund die Länder und Kommunen bei Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur. Weil die Digitalisierung unsere Lebenswelt prägt, sollen in der Schule die nötigen digitalen Kompetenzen vermittelt werden können. Antragsstellerinnen und Zuwendungsempfängerinnen für die Schulen sind die jeweiligen Städte als Schulträger.

Bevor die Mittel zur Verfügung gestellt werden, muss ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept (TPEK) von den Städten eingereicht werden, das mit den einzelnen Schulen abgestimmt werden muss und von Schule und Stadt gegengezeichnet wird. Das zu erstellende Einsatzkonzept beinhaltet eine Listung des schulischen Medienkonzeptes zusammen mit pädagogisch begründeten Planungen, Vereinbarungen zur IT-Grundstruktur, der medialen Ausstattung sowie eine Planung zur bedarfsgerechten Qualifizierung der Lehrkräfte und eine Bestandsaufnahme der bestehenden und benötigten Ausstattung sowie der aktuellen Internetanbindung. Erster Beigeordneter Holger Heuser sagt dazu: „Die Listung ist umfangreich und lässt sich nicht über Nacht erstellen. Die Antragsstellung ist weit entfernt von einer unbürokratischen Vorgehensweise."

In Bad Honnef war geplant gewesen, im ersten Schritt die notwendige Bestandsaufnahme im Frühjahr 2020 durchzuführen. Zu den Maßnahmen, die wegen der Corona-Pandemie getroffen werden mussten, gehörte auch das Betretungsverbot von Schulen und die Lösung der Aufgaben, die der Lockdown auch für die Schulen mit sich brachte. Deshalb erfolgte die Begehung der Schulen durch den Gutachter zu Beginn der Sommerferien. Der Gutachter hat seine Arbeit abgeschlossen. Die weiteren Schritte für die Antragstellung werden jetzt gemeinsam mit den Schulleitungen und Medienbeauftragten der Schulen abgestimmt und vorbereitet, um bis Ende des Jahres Fördergelder beantragen zu können. Für die Stadt Bad Honnef steht ein Förderbudget von 545.098 Euro für die fünf Schulen in städtischer Trägerschaft zur Verfügung. (PM)

Nachricht vom 12.07.2020 www.nr-kurier.de