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Frühe Hilfen starten im Kurhaus mit der Wochenbett-Ambulanz
Die Frühen Hilfen unter Federführung des Jugendamtes der Stadt Bad Honnef ziehen in den Seitentrakt des Bad Honnefer Kurhauses, Eingang Weyermannallee. Bereits ab 1. Juli nimmt hier die Wochenbett-Ambulanz, ein wesentlicher Teil des Angebots der Frühen Hilfen, ihre Arbeit auf. Die Wochenbett-Ambulanz, eine Hebammenpraxis, wurde eingerichtet, damit Eltern den Rat und die Unterstützung einer erfahrenen Hebamme erhalten.
SymbolfotoBad Honnef. Im Kurhaus entsteht das Beratungszentrum der Frühen Hilfen. Die offizielle Eröffnung ist in diesem Sommer geplant. Das im Siebengebirge verankerte Netzwerk Frühe Hilfen ist ein Zusammenschluss verschiedener Einrichtungen, Institutionen und Personen aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Elternbildung und Beratungsstellen. Ziel ist es, die gesunde Entwicklung von Kindern der Altersgruppe von null bis sechs Jahren in der Region zu stärken und zu unterstützen. Das Angebot wird durch die Stabsstelle Frühe Hilfen/Präventiver Kinderschutz des Jugendamtes der Stadt Bad Honnef koordiniert. Familien und Einzelpersonen können rasch und ohne formale Zugangshürden niedrigschwellige sowie größtenteils kostenfreie Angebote in Anspruch nehmen. Im Kurhaus an zentraler Stelle in Bad Honnef ist die Beratungsstelle gut zu erreichen.

Hintergrund der Wochenbett-Ambulanz ist der zunehmende Mangel an Hebammen, denn viele Frauen müssen vor, während und nach der Entbindung ohne häusliche Hebammenhilfe zurechtkommen. Die Wochenbett-Ambulanz berät bei Fragen rund um das Stillen und die Ernährung von Säuglingen und Babys. Das Kind kann gewogen werden. Es gibt Tipps für den Umgang mit dem weinenden Baby oder dem wunden Po. Auch die Mütter bekommen Unterstützung. Während normalerweise die Hebammenbetreuung als Begleitung zu Hause erfolgt, werden in der Wochenbett-Ambulanz Termine am Montagvormittag und Donnerstagnachmittag in den Räumen des Beratungszentrums im Kurhaus vereinbart. Die Wochenbett-Ambulanz kann allerdings die Hausbesuche nicht ersetzen. Deshalb ist es nach wie vor wichtig, dass sich werdende Mütter oder Eltern eigenständig und frühzeitig um eine Hebamme bemühen. Die Wochenbett-Ambulanz ist auch keine Notfallambulanz. In dringenden Fällen wenden sich die Mütter und Eltern an die frauenärztlichen Praxen oder Entbindungskliniken oder, wenn es um die Gesundheit des Kindes geht, an den Kinderarzt oder die Kinderklinik.

In den nächsten Wochen werden ins Beratungszentrum der Frühen Hilfen im Kurhaus die Fachberaterin von Hallo Baby mit dem Unterstützungsangebot Aufwind, die Familienhebamme sowie weitere Träger mit ihren familienbezogenen Informationen (beispielsweise Sozialberatung, Schwangerschaftsberatung) einziehen. Durch die Frühen Hilfen finden Familien neben der Wochenbett-Ambulanz Antworten und Hilfen zu vielen Themen, die sich ergeben, wenn ein Baby kommt und das Familienleben durcheinanderwirbelt.

Informationen und Kontakt zur Wochenbett-Ambulanz, Evelyn Wagner gibt es hier.

Stabsstelle Frühe Hilfen/Präventiver Kinderschutz Marion Kramer, Rathaus, Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef, Telefon 02224/184-271, E-Mail marion.kramer@bad-honnef.de .

Weiter Informationen zu den Frühen Hilfen gibt es hier.

Nachricht vom 02.07.2020 www.nr-kurier.de