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Druidensteig: Das Wandererlebnis durch die Geologie des Westerwalds
Mit 83 Kilometern Länge zählt der Druidensteig zu den Fernwanderwegen der Region. Er führt über sechs Etappen von Freusburg bis nach Hachenburg. Seit über 2.000 Jahren wird zwischen Westerwald und Sieg Bergbau betrieben. Entlang des Druidensteigs werden die Geschichten der Region erzählt.
Der Förder- und Aussichtsturm Barbaraturm auf der Steineberger Höhe. Fotograf: www.mantomedia.de/EulKirchen (Sieg). Bergbau, Basaltabbau und Rohstoffverarbeitung bildeten einst die Lebensgrundlage vieler Generationen und bestimmten den Alltag der Menschen. An über 30 Informationspunkten entlang dieser GeoRoute des Nationalen GEOPARKS Westerwald-Lahn-Taunus wird die Bergbautradition, das Leben der Leute und die einmalige Naturlandschaft beschrieben.

Die Fülle der Wegmarken befinden sich an einem Weg, auf dem man sechs tiefe Flusstäler durchschreitet, um wieder Köpfe, Höhen und Bergrücken zu ersteigen – und das Ganze in einer abwechslungsreichen Landschaft mit üppigen, artenreichen Wäldern, in dem quell- und wasserreichen Gebiet des Sieglandes und des Hohen Westerwalds, endlich eintauchend in die schöne Kroppacher Schweiz. Dies alles prägt den besonderen Charakter des Qualitätswanderweges Druidensteig.

Alle Kurzinfos zu den Etappen mit den Links zum Tourverlauf, weiteren wichtigen Informationen und GPX-Download auf www.druidensteig.de:

Etappe 1: Von Freusburg nach Herdorf
Zu Beginn der ersten Etappe zeigt sich der Westerwald als echtes Mittelgebirge. Das tief eingeschnittene Siegtal hält so manchen fast alpinen Anstieg bereit. Vorbei am Ottoturm und am Druidenstein geht es über den Wasserberg nach Herdorf ins Hellertal.

Schwierigkeit: anspruchsvoll
Streckenlänge: 16,8 km
Steigung: 466 m
Gefälle: 488 m
Startpunkt: Kirchen - Freusburg
Zielpunkt: Herdorf-Sassenroth
Sehenswürdigkeiten: Grube Wilhelmine, Freusburger Mühle, GeoBlick Ottoturm, Heimatmuseum Kirchen, Nationaler Geotop Druidenstein, GeoInformationszentrum Bergbaumuseum Herdorf-Sassenroth

Etappe 2: Von Herdorf nach Daaden
Die zweite Etappe verläuft zwischen den Bergbaustädten Herdorf und Daaden. Zahlreiche historische Bergwerksstandorte und riesige Basaltabbaugebiete zeugen von der Industriegeschichte der Region. Heute genießt man hier die Ruhe der Natur, die alles zurückeroberte.

Schwierigkeit: anspruchsvoll
Streckenlänge: 13,1 km
Steigung: 384 m
Gefälle: 311 m
Startpunkt: Herdorf-Sassenroth
Zielpunkt: Daaden
Sehenswürdigkeiten: GeoInformationszentrum Bergbaumuseum Herdorf-Sassenroth, Hüttenstadt Herdorf, Grube San Fernando, Relikte der Friedrichshütte, Grube Wolf, Blaue Halde der Grube Alte Mahlscheid, Basaltabbaugebiet Mahlscheid, Bremsbahn des Basaltsteinbruchs, Hohenseelbachskopf, Der Hohenseelbachskopf, Die Hüllbuche, Bergbaustadt Daaden

Etappe 3: Von Daaden bis zum Elkenrother Weiher
Die Barockkirche in der Bergbaustadt Daaden, das Schloss Friedewald und das Neunkhausen-Weitefelder- Plateau prägen die dritte Etappe der GeoRoute. Gleich mehrere Natur- und Vogelschutzgebiete unterstreichen die Naturlandschaft des Westerwaldes.

Schwierigkeit: mittel
Streckenlänge: 13,2 km
Steigung: 300 m
Gefälle: 140 m
Startpunkt: Daaden
Zielpunkt: Elkenrother Weiher
Sehenswürdigkeiten: GeoPunkt Heimatmuseum Daadener Land, Barockkirche Daaden, Basaltsteinbruch Schimmerich, Schloss Friedewald, Neunkhausen-Weitefelder-Plateau, Elkenrother Weiher

Etappe 4: Vom Elkenrother Weiher nach Betzdorf
Vom Hochplateau bei Elkenroth führt der Druidensteig hinab in das Siegtal. Hexen, Kobolde und sogar ein Teufelsstein warten am Wegrand. Am Schluss der Etappe lädt die Eisenbahnstadt Betzdorf zu einem Aufenthalt ein.

Schwierigkeit: leicht
Streckenlänge: 14,4 km
Steigung: 161 m
Gefälle: 405 m
Startpunkt: Elkenrother Weiher
Zielpunkt: Betzdorf
Sehenswürdigkeiten: Elkenrother Weiher, Hexeneiche, Grube Käusersteimel, Hümmerstein, Grube Wilhelmsglück, Hüttenschulzehaus, Neugrünebacher Hütte, Eisenbahnstadt Betzdorf

Etappe 5: Von Betzdorf nach Steinebach
Die fünfte Etappe der GeoRoute führt aus dem Siegtal hinauf ins Gebhardshainer Land. Hohe Basaltkuppen mit weiten Ausblicken und tief eingeschnittene Bachtäler mit klappernden Mühlen sind die Höhepunkte auf dem Weg zur Grube Bindweide.

Schwierigkeit: anspruchsvoll
Streckenlänge: 9,1 km
Steigung: 338 m
Gefälle: 222 m
Startpunkt: Betzdorf
Zielpunkt: Steinebach a. d. Sieg
Sehenswürdigkeiten: Eisenbahnstadt Betzdorf, Panorama auf Dauersberg, Panorama Steinebach, Steinerother Kopf, Dickendorfer Mühle, Grube Bindweide

Etappe 6: Von Steinebach nach Hachenburg
Die sechste Etappe des Druidensteigs beginnt mit dem Schwerpunkt Erzbergbau. Durch typische Westerwälder Bachtäler führt die GeoRoute zur Dachschiefergrube Assberg und vorbei an der Abtei Marienstatt bis zur Stadt Hachenburg mit ihrem Barockschloss und dem Landschaftsmuseum.

Schwierigkeit: anspruchsvoll
Streckenlänge: 16,7 km
Steigung: 374 m
Gefälle: 344 m
Startpunkt: Steinebach a. d. Sieg
Zielpunkt: Hachenburg
Sehenswürdigkeiten: GeoInformationszentrum Grube Bindweide, Förderturm Barbaraturm, Schiefergrube Assberg, Kloster Marienstatt, Kleine Holzbachschlucht, GeoInformationszentrum Landschaftsmuseum Hachenburg, Stadt Hachenburg

Zu jeder Etappe wurden die Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zusammengestellt, die der Wanderer für den Rückweg zum Ausgangspunkt der Etappe nutzen kann. Die Haltepunkte an Etappenstart- bzw. Zielpunkten werden auch an Wochenenden regelmäßig angefahren. Über die Internetseite des Druidensteigs ist auch der offizielle Wanderführer in einem Online-Shop bestellbar. Weitere Informationen gibt es unter: www.druidensteig.de (PM, Website)

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Nachricht vom 08.06.2020 www.nr-kurier.de