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Breitbandausbau im Kreis abgeschlossen – Schulen profitieren besonders
Durch die ländliche Strukturprägung im Umfeld der Stadt Neuwied ist der Kreis auf ein schnelles und gut miteinander verbundenes Internet angewiesen. Mit dem Abschluss des Breitbandausbaus ist der Landkreis Neuwied nun einer der Ersten in Rheinland-Pfalz, dem die Nutzung eines neuen Digitalisierungspotenzials zur Verfügung steht.
SymbolfotoNeuwied. Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz führt hierzu aus: „Davon profitieren Private ebenso wie Industrie und das ansässige Gewerbe. Aber vor allem für den Bildungssektor ist dies ein wichtiger Fortschritt im Rahmen der zeitgemäßen Durchführungen für das Lehren und Lernen. Wie wichtig eine gute Digitalausstattung ist, wird uns in Zeiten von Corona besonders vor Augen geführt. Dass die Bildungseinrichtungen nun flächendeckend am Breitband-Internetzugang angeschlossen werden, bedeutet auch einen großen Fortschritt für die weitere Umsetzung des ‚Digital-Pakt Schule‘“.

Im Rahmen des Förderprogramms „Digital-Pakt Schule 2019 bis 2024“ erhält der Landkreis Neuwied Fördermittel für Investitionsmaßnahmen in Höhe von bis zu 7.086.011,90 Euro zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur der Schulen in seiner Trägerschaft. In dem Förderprogramm werden die Erweiterungen oder Verbesserungen der digitalen Vernetzung, die Herstellung eines drahtlosen Netzzugangs und die Beschaffung von digitalen Arbeitsgeräten berücksichtigt.

Mit der praktischen Umsetzung des Digital-Pakts ist die Kreisverwaltung derweil schon intensiv beschäftigt, wie der Kreisbeigeordnete und zuständige Sozialdezernent des Landkreises Neuwied, Michael Mahlert, erklärt: „Dem Kreis als Schulträger ist es wichtig, dass an allen Schulen ein hoher Stand an technischer Nutzbarkeit von digitalen Medien gewährleistet ist. Die Eckpunkte für die weitere Umsetzung des Digital-Pakts im Landkreis Neuwied wurden inzwischen in einem Medienimplementierungsplan festgeschrieben – hier werden die Mittel nicht nach dem ‚Gießkannenprinzip‘ ausgeschüttet, sondern werden bedarfsgerecht eingesetzt. Besonders die neu gewonnenen Erkenntnisse im Hinblick auf den Einsatz digitaler Medien im Schulunterricht jetzt in der Corona Krise werden wichtig sein für alle unsere weiteren Schritte.“

„Als Zusatzvereinbarung zum ‚Digital-Pakt Schule‘ haben sich Bund und Länder zudem auf ein Corona-Sofortprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro verständigt. Das Geld soll durch die Länder für Beschaffungsprogramme mobiler Endgeräte einschließlich deren Inbetriebnahme genutzt werden. Da der Unterricht bis auf Weiteres aus einer Mischung von Präsenzunterricht und digitalem Lernen von zu Hause aus bestehen wird, muss für alle Schüler der Zugriff auf entsprechende Endgeräte gesichert sein. Es werden nun 38.000 Notebooks und Tablets aus Landesmitteln zur Ausleihe zur Verfügung stehen. Weitere Geräte werden über das Bundeprogramm dazu kommen“, führt der Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz aus.

Lefkowitz und der Kreisbeigeordnete Mahlert sind sich einig, dass der Kreis Neuwied im Bereich der Digitalisierung für die Zukunft gut gerüstet ist. „Ich danke Michael Mahlert und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung für die gute Arbeit. Ich werde auch weiter meinen Beitrag dazu leisten, dass das Land und der Kreis in Sachen Digitalisierung gut miteinander arbeiten“, betont Sven Lefkowitz abschließend.
Nachricht vom 19.05.2020 www.nr-kurier.de