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Kita Sonnenland Rengsdorf gewinnt Forschergeist-Wettbewerb in Rheinland-Pfalz
Mit ihrem Umweltprojekt überzeugte die Evangelische Kita Sonnenland in Rengsdorf beim bundesweiten Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“. Sherina Mertgen, pädagogische Fachkraft und Initiatorin des Projektes, ermöglichte den Kindern, ihrer Neugier zu folgen und den Projektverlauf aktiv mitzugestalten.
Fotos: privatRengsdorf. In Zusammenarbeit mit ihren Kollegen und Kolleginnen entstand über Wochen hinaus ein großartiges Umweltprojekt. Für diese vorbildliche Bildungsarbeit wird die Kita nun als „Forschergeist“-Landessieger Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Mit dem „Forschergeist“-Wettbewerb haben die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erneut herausragende Kita-Projekte mit Bezug zur Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gesucht. 651 Kitas aus ganz Deutschland folgten diesem Ruf und reichten ihre kreativen Projekte ein.

Sherina Mertgen berichtet:„ Vor allem nach gemeinsamen Kita-Spaziergängen war der Müll in der Natur bei den Kindern immer wieder ein Thema. Wo kommt der ganze Müll her und wieso werfen manche Menschen ihn einfach in die Umwelt? Wir gingen gemeinsam auf Antwortensuche und im Handumdrehen entwickelte sich ein umfassendes Umweltprojekt mit vielen Experimenten und Aktionen. Wir haben Mikroplastik gefiltert, haben uns mit Recycling, Upcycling, Verpackungsalternativen und der richtigen Müllentsorgung beschäftigt, ehrenamtliche Müllsammelaktionen gestartet, Müllsammeldienste in der Kita eingeführt und vieles mehr. Krönender Abschluss war unser Umweltbasar bei dem wir unsere Mitmenschen auf die Relevanz des Themas aufmerksam machen und gleichzeitig noch Spenden für Umweltorganisationen sammeln konnten.“.

Simone Kirst, Netzwerkkoordinatorin vom „Haus der kleinen Forscher“ an der Kreis-Volkshochschule Neuwied gratuliert zu dieser Auszeichnung. Die KVHS trägt mit ihren Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zur frühen MINT-Bildung in der Region bei und freut sich, dass immer mehr Kitas den Kindern echte Forscher-Erlebnisse bieten und damit die natürliche Neugier der Jüngsten unterstützen.

Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zur Förderung der Qualität der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsarbeit. Die 16 Landessieger qualifizieren sich zudem für den Bundessieg. Die fünf besten Projekte werden bei der Bundespreisverleihung in Berlin gekürt.

Aufgrund der Corona-Pandemie können die Landespreisverleihungen in den Kitas nicht wie vorgesehen im April und Mai durchgeführt werden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Eine Alternative für den Herbst ist bereits in Planung. (PM)
   
Nachricht vom 07.04.2020 www.nr-kurier.de