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Wirtschaft
Geschäfte werden an Sonn- und Feiertagen wieder zu bleiben
Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, plant die Landesregierung Rheinland-Pfalz, dass die Geschäfte an Sonn- und Feiertagen wieder geschlossen bleiben. Die aktuelle Landesverordnung soll bereits in den kommenden Tagen entsprechend geändert werden und schon für die Osterfeiertage gelten.
Einkaufen an Sonn- und Feiertagen soll wieder gestrichen werden. SymbolfotoRegion/Mainz. Die Geschäfte in Rheinland-Pfalz sollen nach dem Willen der Landesregierung an Sonn- und Feiertagen wieder geschlossen bleiben. In Mainz ist geplant, die Landesverordnung zum Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie dementsprechend zu ändern. Um zu verhindern, dass zu viele Kunden gleichzeitig in die noch offenen Läden kommen, hatte das Land vor drei Wochen auch das Sonntagsverkaufsverbot gelockert.

Die Sonntagsöffnung war aber von Anfang an auf Kritik gestoßen. Trotz des durch die Coronavirus-Krise ausgelösten großen Kundenansturms wollten die führenden deutschen Lebensmittelhändler ihre Geschäfte vorläufig nicht am Sonntag öffnen. Ein Sprecher des größten deutschen Lebensmittelhändlers Edeka betonte, viele Mitarbeiter der Handelskette seien schon jetzt an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Zusätzliche Zeiten sei den Bediensteten nicht zuzumuten. Gleichlautend wurde auch von den anderen großen Supermärkten argumentiert.

Die Versorgung der Bevölkerung sei mit den bestehenden großzügigen Öffnungszeiten gewährleistet. Von der Kundenseite soll laut den Händlern und Umfragen auch kein Bedarf bestanden haben.

Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatten die geplanten zusätzlichen Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen direkt als „völlig überflüssig“ bezeichnet. Auch die Kirchen hatten sich gegen die Aufhebung des Verbots des Sonntagsverkaufs gewandt.

Um einem gewissen Ansturm vor den anstehenden Osterfeiertagen zu entgehen, raten wir Ihnen bereits am Dienstag oder Mittwoch alle notwendigen Einkäufe zu erledigen. Noch kann man in Ruhe vorplanen.
woti
Nachricht vom 05.04.2020 www.nr-kurier.de