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Kampagne von Pink Ribbon Deutschland zur Brustkrebs-Früherkennung
Miriam Höller zeigt sich unbekleidet … und macht junge Frauen auf die Brustkrebs-Früherkennung aufmerksam. Wie einfach und zugleich wichtig das regelmäßige Selbstabtasten der Brust ist erklärt Miriam Höller in der neuen Kampagne von Pink Ribbon Deutschland.
Miriam Hoeller. Fotos: Christian HolzknechtWürzburg/Region. Die 32-Jährige ist vielen bekannt als die ungewöhnliche Teilnehmerin der 2010er Staffel von GNTM, als strahlende, selbstbewusste junge Frau, die in ihrem Beruf als Stuntfrau Stärke zeigt und Erfolg hat. Doch 2016 ereilten sie innerhalb kurzer Zeit zwei Schicksalsschläge. Sie brach sich bei einem Stuntjob beide Füße, sechs Wochen später verunglückte ihr Lebensgefährte Hannes Arch bei einem Helikopterabsturz. Mittlerweile steht Miriam Höller auf der Bühne, berichtet von ihren Erlebnissen und lässt andere Menschen teilhaben an der Kraft ihrer persönlichen Geschichte.

Als Botschafterin von Pink Ribbon Deutschland hilft sie zudem dabei, auch junge Frauen dazu zu bringen und immer wieder daran zu erinnern, auf ihre Gesundheit und die Brustkrebs-Früherkennung zu achten. Denn die rechtzeitige Erkennung kann in den meisten Fällen einer Brustkrebsdiagnose nicht nur die Behandlungsmöglichkeiten verbessern sondern vor allem die Heilungschancen deutlich steigern.

Über ihr Engagement im Zeichen der pinkfarbenen Schleife und die unbekleideten Aufnahmen sagt Miriam Höller: „Die Bilder machen in sehr ästhetischer Weise auf ein so wichtiges Thema aufmerksam. Sie sollen Frauen dazu bringen, ein Bewusstsein für ihren Körper zu entwickeln. Ich möchte insbesondere junge Frauen ermutigen, sich mit ihrer Gesundheit und dem Thema Brustkrebs-Früherkennung auseinanderzusetzen. Ich wünsche mir, dass auch bereits Frauen in meinem Alter ganz regelmäßig und selbstverständlich ihre Brust abtasten, ohne Angst oder falsche Scheu.“ Sie erläutert, warum ihr dies persönlich am Herzen liegt: „Mit meinen Vorträgen genauso wie mit dieser Kampagne möchte ich alle Frauen motivieren, mutig zu sein. Leben bedeutet nun einmal Risiko. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Wir werden immer Veränderungen in unserem Leben erfahren, die wir uns so nicht für uns gewünscht haben. Ich frage mich in solchen Momenten: Bin ich ein mutiger Mensch? Natürlich bin ich ein mutiger Mensch! Jeder Mensch kann mutig sein! Es geht darum, Entwicklungen für sich zu nutzen. Ich habe erfahren, wie sich das Leben von einem Tag auf den anderen komplett drehen kann. Soweit wir überhaupt etwas in der Hand haben und unser Leben steuern können, sollten wir davon Gebrauch machen und die Verantwortung übernehmen.“

Die Motive mit Miriam Höller hat der Fotograf Christian Holzknecht geschaffen, das Bodypainting stammt aus der Hand von Natascha Zenig BodyArt. Die Kampagne wird ab sofort über Anzeigen und mit Informationsflyern kommuniziert.

Weitere Informationen unter: www.pinkribbon-deutschland.de.

Fakten zum Thema Brustkrebs
Brustkrebs ist in den westlichen Staaten die häufigste Krebsart bei Frauen. Jede achte Frau erkrankt hier im Laufe ihres Lebens. Allein in Deutschland sind das jährlich rund 70.000 Neuerkrankungen. Doch was viele nicht wissen: Die Überlebensrate beträgt 82 Prozent, bezogen auf 10 Jahre. Grundlage für die mögliche Heilung ist unter anderem die frühe Erkennung der Krankheit.

Wichtig: Hinfühlen statt wegsehen: Wenn Sie Ihre Brust immer wieder bewusst wahrnehmen, bemerken Sie eventuelle Veränderungen am besten. Tipp: Wählen Sie zum monatlichen Abtasten einen festen Tag in der ersten Woche nach ihrem Zyklus, nach den Wechseljahren ist der Tag beliebig.

Schritt 1: Stellen Sie sich vor den Spiegel, die Hände an den Hüften. Vergleichen Sie Ihre Brüste und achten Sie auf Veränderungen im Umfang, in der Form und in der Lage. Haben sich die Brustwarzen verändert? Hat sich die Haut verändert?

Schritt 2: Heben Sie beide Arme: Folgen die Brüste der Bewegung? Betrachten Sie sich von vorn und von den Seiten. Sehen Sie Einziehungen oder Vorwölbungen? Achten Sie auch auf Ihre Brustwarzen: Ziehen sie sich ein? (PM)
 
Nachricht vom 28.03.2020 www.nr-kurier.de