NR-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied
Region
Anita Ludwig hat Leitung des Ambulanten Hospizes übernommen
Sieben hauptamtliche und 91 ehrenamtliche zählt das Ambulante Hospiz Neuwied mittlerweile, und die Aufgaben werden kontinuierlich mehr. Da braucht es eine Führungskraft, die organisatorisch und inhaltlich die Fäden in der Hand hat und sich mit voller Kraft auf diese Arbeit konzentrieren kann. Die neu geschaffene Position der Hospizleitung hat Anfang des Jahres Anita Ludwig übernommen.
Während Anita Ludwig (2. von rechts) als Leiterin des Ambulanten Hospizes Neuwied begrüßt wurde, ist Sabine Birkenbach (Mitte) nach elf Jahren ins Josef-Ecker-Stift gewechselt. Foto: Heribert FrielingLinz/Neuwied. Am vergangenen Freitag wurde sie in einer Feier-stunde in der Senioren-Residenz St. Antonius in Linz – Linz ist einer der vier Standorte des Ambulanten Hospizes im Landkreis – in ihr Amt eingeführt.

Dass es gelungen sei, Anita Ludwig für diese Aufgabe zu gewinnen, ist für Schwester Marianne Meyer vom Vorstand der Marienhaus Stiftung „eine glückliche Fügung“. Man habe sie nämlich schon in ihrer Zeit als Bildungsbeauftragte im Ambulanten Hospiz in Hermeskeil zu schätzen gelernt. Anita Ludwig ist Religionspädagogin, hat lange Zeit als Ge-meindereferentin und in den letzten Jahren in einem Seniorenzentrum in Süddeutschland gearbeitet und auch dort das getan, was sich wie ein roter Faden durch ihr berufliches Leben zieht: nämlich Menschen in schwierigen Situationen zu begleiten. Das wird sie auch als Leiterin des Ambulanten Hospizes in Neuwied tun. – Wobei sie selbst in den ersten Wochen bereits festgestellt hat, wie stark und tragfähig die hospizlichen Strukturen im Kreis Neuwied geknüpft sind.

Hieß es für Anita Ludwig also „herzlich willkommen“, so wurde Sabine Birkenbach gleichzeitig verabschiedet. Nach mehr als elf Jahren, in de-nen sie nach den Worten von Christoph Drolshagen das Hospiz geprägt hat, ist sie ins Josef-Ecker-Stift in Neuwied gewechselt. Dort, so der Leiter der Marienhaus Hospize, „spinnt sie den hospizlichen Faden weiter“, kümmert sich als Palliativfachkraft bereichsübergreifend um die Bewohner. Damit knüpft sie nahtlos an ihre Arbeit an, die sie in den letzten zwei Jahren im St. Pantaleon Seniorenzentrum in Unkel und eben auch im Josef-Ecker-Stift geleistet hat. In beiden Senioreneinrichtungen hat sie das Trägerkonzept zur hospizlichen Kultur und palliativen Kompetenz implementiert und umgesetzt. Sie hat Mitarbeitende, Angehörige und Ehrenamtliche beraten und dafür sensibilisiert, wie man den Bewohnern helfen kann, bis zuletzt leben und auch in Frieden sterben zu können. Wobei Sterbebegleitung nichts anderes als Lebensbegleitung ist.
Nachricht vom 11.02.2020 www.nr-kurier.de