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Wirtschaft
Forstamt Dierdorf: Fichtenbrennholz als Alternative
Aufgrund der Trockenheit der letzten zwei Jahre und den daraus folgenden Massenvermehrungen des Borkenkäfers, verschärft der Klimawandel das Tempo in Sachen Waldumbau erheblich. Wegen der Bündelung der Arbeitskräfte an die Aufarbeitung der Kalamitätsflächen ist das Brennholzangebot an Laubholz in diesem Jahr sehr gering, was durch das erhöhte Aufkommen an Nadelholz kompensiert werden kann.
Sascha Höller (links) und Uwe Hoffmann vom Forstamt Dierdorf vor den verkaufsbereiten BigBag; Foto: Landesforsten RLP, Paul LewetzkyDierdorf. Die Auswirkungen und Veränderungen des Waldbildes sind mittlerweile nicht nur für Fachleute erkennbar. Viele Bäume, vorwiegend Nadelbäume, sind tot und entwickeln sich absehbar zu einer Gefahr für Waldbesucher. Auf manchen Flächen ist die ungewollt vorzeitige Ernte bereits erfolgt und dennoch ein Ende der einzigartigen Waldschutzsituation vorerst nicht abzusehen. Mittelfristige Prognosen aus Fachkreisen zum künftigen Verlauf sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Das oberste Gebot bei allem Handeln ist es die Sicherheit für Erholungssuchende im Wald wiederherzustellen.

Mit dem Verkauf von Brennholz wird der Versuch unternommen einen zusätzlichen Weg in den Holzmarkt zu beschreiten. Zudem erhält der Bürger die Möglichkeit seinem individuellen Beitrag zur Unterstützung der lokalen Waldbesitzer bei den akuten Herausforderungen der Verkehrssicherung und Wiederbewaldung durch klimastabilere Wälder, zu leisten.

Ab sofort stehen für Interessierte große Mengen an Fichtenbrennholz zur Verfügung. Der regional erzeugte Rohstoff wird von dem Horhausener Unternehmen Höller ofenfertig bereitgestellt und auf Wunsch gegen Gebühr bis nach Hause geliefert. Infos hierzu gibt es unter 02687 928 6670. Als Erweiterung im Brennholzangebot nehmen die Förster Bestellungen gerne entgegen.
 
Nachricht vom 27.01.2020 www.nr-kurier.de