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Altes Rathaus in Engers erstrahlt in neuem Glanz
Das Alte Rathaus in Engers stammt aus dem Jahr 1642. Um das historische Gebäude zu erhalten, waren nun tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Deren Ziel: eine intensivere Nutzung des Gebäudes. Nun erstrahlt das so geschichtsträchtige Haus wieder in neuem Glanz. Bürgermeister Michael Mang öffnete nun die Tore des neuen Alten Rathauses im Beisein zahlreicher Gäste, die sich in ihrem Urteil einig waren: Sanierung und Umbau eröffnen den Nutzern des Gebäudes neue Möglichkeiten.
Der Neuwieder Architekt Ralph Schulte übergab dem Engerser Ortsvorsteher Dieter Neckenig und Bürgermeister Michael Mang (von links) den Schlüssel für das grundsanierte alte Rathaus. Foto: Stadt Neuwied Neuwied. Dementsprechend froh ist Mang: „Ich freue mich darauf, dass das sanierte Gebäude von den Engersern wieder mit Leben gefüllt wird, vor allem von ehrenamtlich Engagierten. Das stärkt sowohl den Stadtteil wie die gesamte Stadt. Es wird sicherlich zu einem gern genutzten Anlaufpunkt für kulturelle Veranstaltungen aller Art – von der Karnevals- bis zur Weihnachtsfeier.“

Viel hat sich im Alten Rathaus verändert. Im Vordergrund standen zunächst die statische Ertüchtigung des Gebäudes, die Sanierung von Fassade, Treppe, Wänden und Holzböden sowie die Erneuerung der Elektroinstallationen, Heizflächen und Brandschutzanlagen. Auch wurde ein neuer Dachstuhl mit Naturschiefer-Eindeckung gesetzt und das Gebäude erhielt neue denkmalgerechte Holzfenster. Das Erdgeschoss verfügt nun über einen hellen Multifunktionsraum, Küche und Lager. Von besonderer Bedeutung ist auch der barrierefreie Zugang. Das Obergeschoss besitzt einen „halböffentlichen“ Charakter. So ist dem Ratssaal, dessen Maße nicht geändert wurden, ein multifunktionaler Raum angegliedert. Zudem finden sich dort eine Teeküche und ein WC. Im Erdgeschoss des Nebengebäudes ist eine WC-Anlage untergebracht, die übrigen Räumlichkeiten sind für Lagerzwecke vorgesehen.

In seiner Rede betonte der für die Sanierung verantwortliche Architekt Ralph Schulte, dass das knapp 400 Jahre alte Bauwerk sich nun „vital wie nie zuvor, putzmunter, modern und in die Zukunft gerichtet“ präsentiert. Es handele sich um ein „effizientes, in seiner Ursprungssubstanz klar herausgestelltes und multifunktionales Gebäude, das für Bürger und Verwaltung, wieder nutzbar gemacht wurde“. Zwar habe man – immer im Einklang mit dem Denkmalschutz – viel an der Bausubstanz verändern müssen, entstanden sei aber ein topaktuelles Nutzgebäude mit historischer Substanz, das bleibe, für was es seit seiner Entstehung gedacht war, das historische Rathaus von Engers.



Nachricht vom 15.11.2019 www.nr-kurier.de