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SV Rengsdorf verliert in Erpel und richtet den Fokus voll aufs Derby
Am vergangenen Sonntag musste die 1. Herrenmannschaft des SV Rengsdorf in Erpel die dritte Liganiederlage (3:2) in dieser Saison einstecken. Allerdings war es eine vermeidbare, denn die Gäste aus Rengsdorf hätten mehr verdient gehabt, konnten nach einem 0:3 zur Halbzeit aber keine Punktgewinn mehr erreichen.
Foto: VereinRengsdorf. Trainer Michael Sauer richtete den Blick allerdings schon wieder nach vorne. "Die Niederlage tut natürlich sehr weh, weil ich glaube, dass wir nicht die schlechtere Mannschaft waren. Wir haben aber die ersten 20 Minuten verschlafen. Hieran müssen wir dringend arbeiten", stellte Sauer nach der Partie fest.

"In der ersten Halbzeit trifft Steffen Teske den Pfosten, da haben wir Pech. Der Gegner kommt allerdings viel zu leicht in die Gefahrenzone und trifft dann dreimal. Dann liegen wir in der Halbzeit 0:3 hinten und wissen eigentlich gar nicht warum." Ähnlich sieht es auch Co-Trainer und Stürmer Timo Wolfkeil. "Gegen Erpel haben wir nicht viel falsch gemacht", lautete das Fazit des Co-Trainers.

"Gerade zu Beginn der ersten Halbzeit kamen wir gut in die Partie und waren ein unangenehmer Gegner, hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und zweimal Pech im Abschluss. Das waren zwei Situationen, mit denen wir Nadelstiche setzen konnten." Bitter sei es dann gewesen, "dass wir mit der ersten Chance von Erpel das 0:1 kassieren".

Während die ärgerliche, weil vermeidbare Niederlage in der letzten Trainingswoche dann aber schnell abgehakt werden konnte, richtet jetzt das gesamte SV-Lager den Blick auf den kommenden Spieltag, an dem es für den SVR am Sonntag im Derby gegen den langjährigen JSG-Partner von der SG Melsbach geht.

Verzichten müssen wird der SV dabei auf einen weiteren Stammspieler und Mittelfeldmotor. Am Montag folgte die Bestätigung, dass Jan Möllmeier sich bei einem Zweikampf am Sonntag einen Zehenbruch zugezogen hatte und somit erst nach der Winterpause wieder einsatzfähig ist - Der SV Rengsdorf wünscht an dieser Stelle eine schnelle Genesung!

"Personell tanzen wir derzeit etwas auf der Rasierklinge. Aber wir jammern nicht, wir lamentieren nicht, wir haben einen guten Kader. Aber wir haben leider derzeit auch einiges an Qualität nicht dabei", so der SV. Im kommenden Derby gegen Melsbach soll trotzdem ein Sieg eingefahren werden."Es ist ein ganz spezielles Spiel, in dem es um viel Ansehen geht", so der SVR.

"In einem Derby herrschen andere Gesetze. Es wird sehr leidenschaftlich und kampfbetont werden. Die Melsbacher werden die Punkte unbedingt am eigenen Platz behalten wollen und brauchen in Tabellenkeller jeden Zähler. Aber es wird auch mal wieder Zeit, dass wir ein Derby gewinnen - Das ist für Sonntag unser klares Ziel, auch wenn das nicht leicht werden wird." Mit dazu beitragen soll dann auch wieder SV-Torjäger und Co-Trainer Timo Wolfkeil. Derzeit hat der erfahrene Torjäger jedoch eine gewichtige Ladehemmung.

In den ersten beiden Ligapartien entschied er die Spiele für sein Team quasi im Alleingang, um dann in den folgenden Ligaspielen beste Möglichkeiten auszulassen. In Erpel hatte Wolfkeil zweimal die Möglichkeit, den frühen Anschlusstreffer herzustellen. "Wenn wir den machen, haben wir wieder Aufwind, dann geht das Spiel vielleicht anders aus", gab Sauer zu bedenken. "Acht von zehn dieser Chancen macht er rein. Die letzten Spiele hat es nicht geklappt, nächste Woche klappt es wieder." In den vergangenen Tagen führten Trainer und Spieler ein längeres Vieraugengespräch. "Er sieht das total selbstkritisch, ist ein verkopfter Typ, der sich das sehr zu Herzen nimmt", so sein Trainer.

„Dass er die hohe Messlatte der vergangenen Jahre in dieser Saison gerissen habe, mache dem Mann aus Raubach zu schaffen. Und Selbstzweifel sind bekanntlich gerade für einen kriselnden Torjäger Gift. Allerdings ist die Torflaute bislang gut kompensiert wurden, denn momentan hilft ihm die Mannschaft mit ihren Toren und da Timo unermüdlich arbeitet und antreibt löst sich auch zeitnah der Knoten. Und das am besten schon am Sonntag in Melsbach", meint der Trainer.
Nachricht vom 30.10.2019 www.nr-kurier.de