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DRK baut in Horhausen neue Wohn- und Pflegeeinrichtung
Die Verantwortlichen des DRK-Landesverbandes hatten am Donnerstag, 17. Oktober, zum symbolischen Spatenstich am Bauplatz in Horhausen eingeladen. Entstehen wird hier ein großzügiges Gebäude, das neben 18 Plätzen im Bereich der Tagespflege 22 Wohneinheiten für Seniorinnen und Senioren bieten wird. Das neue Angebot ist eine Außenstelle des Seniorenzentrums Altenkirchen.
Am Donnerstag, 17. Oktober, hatten die Verantwortlichen des DRK Landesverbandes zum symbolischen Spatenstich am Bauplatz in Horhausen eingeladen. (Fotos: kkö)Horhausen. Zum symbolischen Spatenstich hatten die Verantwortlichen des DRK-Landesverbandes zahlreiche Gäste auf die Baustelle in Horhausen eingeladen. Zu den Gästen, die der Präsident des Landesverbandes begrüßen konnte, gehörten Landrat Peter Enders, Rolf Schmidt-Markoski, Beigeordneter der VG Flammersfeld und Heinz Düber (erster Beigeordneter) als Vertreter der VG Altenkirchen. Ortsbürgermeister Thomas Schmidt und viele Gemeinderatsmitglieder waren ebenfalls zugegen. Auch Alfons Lang, Geschäftsführer des Kreisverbandes sowie der Leiter des DRK Seniorenzentrums Altenkirchen, Andrea Artelt, waren anwesend.

Kaul sagte in seiner Eröffnungsrede, dass der Landesverband ein Volumen von rund vier Millionen Euro investiere, um dieses Projekt zu verwirklichen. „Mit dem Ausbau von Pflegeeinrichtungen und der Bereitstellung von modernen Wohnformen für Seniorinnen und Senioren stellen wir uns als Rotes Kreuz den demografischen Herausforderungen auch in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz. Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit dem Ausbau von sozialen Einrichtungen in der Region gemacht. Konkret bieten wir nach der Fertigstellung des Neubaus den Menschen vor Ort 18 Plätze in der Tagespflege und 22 Wohneinheiten für Seniorinnen und Senioren“, so Kaul weiter. Angesichts der Kosten, so Kaul, sei dies eine große Herausforderung, die der Landesverband aber gerne annehme. Das DRK betreibt in Rheinland-Pfalz 13 Krankenhäuser und 24 Pflegeeinrichtungen. Dazu kommen 24 ambulante Pflegedienste.

Ortsbürgermeister Thomas Schmidt sowie die Mitglieder des Gemeinderates seien erfreut, dass die Standwortwahl auf Horhausen gefallen sei. Dies, so Schmidt weiter, wird die Lebensqualität in Horhausen und der Region noch einmal aufwerten. Besonders das Leben im Alter wird damit, sozusagen vor der Haustür, einfacher, gerade für viele ältere Mitbürger. Ist doch das Verlassen der eigenen vier Wände bereits ein Einschnitt, so kommt nun nicht auch noch ein Umzug in eine andere Gegend dazu. Landrat Enders zeigte in seinem Grußwort auf, das sich die Region, im Gegensatz zum Landestrend, auch bei der jüngeren Generation großer Beliebtheit erfreue. Dies sei sicher auch dem Weitblick derjenigen zu verdanken, die auch gegen Widerstände die großen Gewerbegebiete befürwortet hätten. Gefehlt hat diese Einrichtung, um auch der Generation, die sich für die Region eingesetzt hat, ein selbstbestimmtes Leben mit der notwendigen Unterstützung zu ermöglichen.

Die Tagespflege ist eine Einrichtung für pflegebedürftige Menschen, die von Angehörigen versorgt und betreut werden. Da es aber immer schwieriger wird, Beruf und Betreuung zu vereinbaren, bietet die Tagespflege von montags bis freitags den Betroffenen Hilfe durch qualifizierte Pflege- und Betreuungskräfte. Dies gilt auch für eine tageweise Betreuung, wenn einmal eine „Auszeit“ der betreuenden Angehörigen gebraucht wird. Der Bereich „Service Wohnen“ bietet den Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, vor Ort selbständig in barrierefreien Mietwohnungen zu leben. Dazu kommen die angebotenen Serviceleistungen, zu denen die Ausstattung jeder Wohnung mit Hausnotruf und die stundenweise Anwesenheit einer Servicekraft gehören. (kkö)

   
Nachricht vom 16.10.2019 www.nr-kurier.de