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Marianna Apelt reizten die vielfältigen Möglichkeiten
Dass sie einmal in der Pflege arbeiten wollte, das stand für Marianna Apelt schon sehr früh fest. Heute ist die 16-jährige Schülerin der Realschule in Puderbach nicht nur die Einzige aus ihrer Klasse, die bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche hat; Marianna Apelt ist auch die Erste, die sich für die neue generalistische Pflegeausbildung entschieden hat.
Marianna Apelt mit Peter Giehl, dem Leiter des Rheinischen Bildungszentrums, und Nicole Hahn von der Pflegedirektion des Marienhaus Klinikums. Foto: hfNeuwied. Im September kommenden Jahres wird sie mit dieser Ausbildung am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth beginnen. Der theoretische Unterricht findet am Rheinischen Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen in Neuwied statt. Hier hat die Marienhaus Unternehmensgruppe seit 2007 ihre Pflegeschulen und Weiterbildungszentren im nördlichen Rheinland-Pfalz zusammengeführt; hier findet weitestgehend der theoretische Unterricht für die rund 300 Schüler statt, die einen Gesundheits- oder Pflegeberuf erlernen.

Zu denen wird sich ab dem 1. September 2020 Marianna Apelt gesellen. Dass die bisherigen Pflegeausbildungen – also die in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und in der Altenpflege – in der sogenannten generalistischen Pflegeausbildung zusammengefasst werden, das wusste Marianna von ihrer Mutter, die selbst in der Pflege arbeitet. Und nachdem sie dann im Juni auf der Kinderstation des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth in Neuwied ein Praktikum absolviert hatte, „da habe ich mich endgültig entschieden und meine Bewerbung geschrieben“, erzählt Marianna.

Die generalistische Pflegeausbildung ist sicherlich anspruchsvoller und verlangt den Schülern mehr ab, sagt Peter Giehl. Aber dafür, so der Leiter des Rheinischen Bildungszentrums, lernen sie auch im theoretischen Unterricht wie auch bei ihren Praxiseinsätzen, Menschen jeden Alters zu pflegen – also vom Säugling bis zum alten Menschen. Und damit steht den Pflegefachmännern beziehungsweise Pflegefachfrauen (so die neue Berufsbezeichnung) die ganze Welt der Pflege offen. Sie können frei wählen, ob sie in einem Krankenhaus oder einem Altenpflegeheim, bei einem ambulanten Pflegedienst oder in einer anderen Einrichtung, in der vielleicht ganz neue Wege bei der Betreuung und Versorgung hilfebedürftiger Menschen beschritten werden, arbeiten wollen.

Und genau diese vielfältigen Möglichkeiten sind es auch, die Marianna Apelt an der generalistischen Ausbildung reizen.
Nachricht vom 21.09.2019 www.nr-kurier.de