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Politik
Ein Solarpark für die Verbandsgemeinde Asbach
Bereits in der Koalitionsvereinbarung der CDU- und FDP-Fraktionen im Verbandsgemeinderat wurde sich für den nachhaltigen Umwelt-, Natur- und Artenschutz ausgesprochen. Demnach ist die Koalition bestrebt, dass die Verwaltung in den nächsten fünf Jahren eine Fläche für einen Solarpark erwirbt und bauplanungsrechtlich ausweist. Die Umsetzung mit Solarmodulen soll entsprechend der Haushaltslage erfolgen.
CDU und FDP setzen sich in der Verbandsgemeinde Asbach für erneuerbare Energien ein. Foto: PrivatAsbach. Um dieses Vorhaben voranzutreiben, wurde für die nächste Sitzung des Verbandsgemeinderates am 22. August die Errichtung eines Solarparks beantragt. Der CDU-Fraktionssprecher Jürgen Schmied stellt hierzu klar: „Es handelt sich vorerst um einen Planungsauftrag – nicht um einen Bauauftrag. Zunächst sind die Wirtschaftlichkeit zu prüfen und geeignete, für die Landwirtschaft unergiebige Grundstücke ausfindig zu machen.

Zur Realisierung noch in dieser Legislaturperiode sollte, wegen der Größe des Projekts, zeitnah hiermit begonnen werden.“ Alexander Buda, FDP-Fraktionssprecher, ergänzt: „Wir verwirklichen das Projekt nur, wenn es sich trägt und Fördermittel nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz die Kosten über 20 Jahre amortisieren. So hat der Steuerzahler keinen Nachteil.“

Kommunen dürfen Solarparks bauen und betreiben. Im Landkreis Neuwied wurde bereits hiervon Gebrauch gemacht. Ziel ist es die regenerative Energiepotentiale auszuschöpfen. Schmied führt hierzu an: „Wir prüfen selbstverständlich, ob der Strom direkt vor Ort verbraucht werden kann und nicht nur ins Netz abfließt. Die Anlagengröße sollte sich zudem daran orientieren, was sich aus der Grundlagenforschung an CO²-Emissionen über den ebenso im Antrag befindlichen Klimaschutzplan ergibt.“

Der FDP-Fraktionssprecher fügt hinzu: „Mit der Maßnahme versuchen wir über die Zeit mehrere Tausend Tonnen CO² einzusparen. Für eine Millionen KWh wird nur etwa 1,6 Hektar Land benötigt, wobei in der 20-jährigen Laufzeit zirka 10.000 Tonnen CO² eingespart und zugleich 278 Einfamilienhäuser versorgt werden können.“ Energie- und Klimapolitik stellt somit keine Randerscheinung mehr dar, sondern findet mit einem solch fortschrittlichen Antrag der CDU- und FDP-Fraktionen im Verbandsgemeinderat zunehmende Bedeutung auch in der Kommunalpolitik.
Nachricht vom 15.08.2019 www.nr-kurier.de