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Arbeiten bei großer Hitze: Empfehlungen für heiße Sommertage
Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord überprüft den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen. Zu den Pflichten der Arbeitgeber gehört es laut Arbeitsschutzgesetz, die Gefährdungen bei der Arbeit zu beurteilen und geeignete Maßnahmen für den Schutz der Arbeitnehmer zu treffen. Dazu gehören auch der Schutz vor außergewöhnlicher Hitze und intensiver UV-Strahlung im Sommer.
Arbeiten unter freiem Himmel erfordert bei hohen Temperaturen besondere Maßnahmen. Foto: SGD NordRegion. Zuviel Sonne kann Sonnenbrand und Hautkrebs verursachen. Je nach Hauttyp kann es schon bei kurzzeitiger Exposition gegenüber der UV-Strahlung erforderlich sein, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Zahlen der beruflichen Neuerkrankungen bei Hautkrebs sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Hautkrebs und UV-bedingte Hautveränderungen sind in Rheinland-Pfalz die Nr. 1 unter den Berufskrankheiten.

An heißen Sommertagen werden die Beschäftigten zusätzlich durch hohe Temperaturen belastet. Dies gilt vor allem für Gewerke, die im Besonderen der Hitze und der Wärmestrahlung der Sonne ausgesetzt sind. Durch hohe Temperaturen kann die Konzentration bei der Arbeit nachlassen. Arbeitsunfälle, aber auch schlechte Arbeitsleistung sind nicht selten die Folge einer hohen Belastung des Herz-Kreislaufsystems an heißen Sommertagen.

Diese Tipps können helfen, schädliche Einwirkungen durch UV-Strahlung und Hitze zu verringern:

- Baugerüste durch Abdeckung verschatten, Überdachungen oder feste Unterstellmöglichkeiten einrichten.
- Wenn möglich die intensive UV-Strahlung und Hitze in der Mittagszeit meiden, z.B. durch Pausen oder Verlegung von Arbeiten in geschützte, überdachte Bereiche.
- Verlegen der Arbeiten in die frühen Morgenstunden und Abendstunden, dann ist es meist noch angenehm kühl beziehungsweise die Sonneneinstrahlung lässt nach.
- Geeignete Kleidung und Kopfbedeckung tragen, zum Beispiel Materialien, in denen man nicht so leicht schwitzt, Kopfbedeckung mit Krempe oder Schild und Nackenschutz.
- Ausreichend Flüssigkeit trinken, wie Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen.
- Zum Schutz der Haut geeignete wasserfeste Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden.
- Die Augen durch geeignete Sonnenbrillen schützen.
- Leichte Kost über den Tag verteilt ist besser als deftige Speisen.
- Kurzfristige Kühlungen von Körperpartien mit kaltem Wasser oder Ventilatoren.
- Bei Unwohlsein, kühlere Bereiche aufsuchen.


Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de
Nachricht vom 26.06.2019 www.nr-kurier.de