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25 Jahre Haus des Kindes
Es war ein Geburtstag, wie ihn sich wohl jeder wünscht: Kuchen, Lieder, ein buntes Programm und Geschenke von allen Seiten. Zum 25. Jubiläum der kommunalen Kindertagesstätte „Haus des Kindes“ hatte das Team um Leiterin Iris Fuchs sich einiges für den Nachwuchs einfallen lassen.
Kinder und Mitarbeiter feierten das 25. Jubiläum des „Haus des Kindes“. Bürgermeister Kessler gratulierte. Foto: Privat
Bendorf. So hatte man sich im Vorfeld viel Mühe gegeben, um einen attraktiven Rahmen für den besonderen Tag zu schaffen: bunte Girlanden, Wimpelketten, Kerzen aus Papier und die Zahl 25 schmückten die Turnhalle des „HadeKi“. Außerdem setzten die Kinder der Einrichtung ein weiteres Denkmal: an der Wand war das prägnante rote Gebäude in Papierform angebracht – zur Feier des Jubiläums mit Krone auf dem Dach.

Herzliche Glückwünsche im Namen der Stadt überbrachte Bürgermeister Michael Kessler, der natürlich nicht mit leeren Händen gekommen war und für den Nachwuchs Spiele und Bücher im Gepäck hatte. Grund zur Freude gab es außerdem über die Jubiläums-Präsente des Fördervereins: für alle Mäuse, Hasen, Igel, Schnecken, Bären und Hortkinder gab es leuchtend blaue Kappen.

Nach einem gemeinsamen Ständchen für das „HadeKi“ wurde der Geburtstagskuchen verteilt. Im Anschluss erwartete die Kleinen eine Überraschung im evangelischen Gemeindesaal, die vom Förderverein mit der Stadt arrangiert worden war: Boris Weber und Tammy Sperlich von der Freien Bühne Neuwied präsentierten das Theaterstück „Der Regenbogenfisch“ und sorgten mit ihren tollen Requisiten für Staunen und Lacher beim jungen Publikum.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen mit Pommes, kleinen Snacks und Eis. Die Jubiläumsfeier war ein wenig vorgezogen worden, fand die offizielle Eröffnung vor 25 Jahren schließlich mitten in den Sommerferien statt. Nachdem das ehemalige Schulgebäude in der Mühlenstraße zu einer Kindertagesstätte umgebaut worden war, konnte das „Haus des Kindes“ am 18. Juli 1994 seine Türen für vier Betreuungsgruppen und eine Hortgruppe öffnen. Wie beim Kindergarten in Stromberg lag die Betriebsträgerschaft zunächst bei der Arbeiterwohlfahrt, bis sie 2001 von der Stadt Bendorf übernommen wurde.

Wichtige Wegmarken waren außerdem die Eröffnung der fünften Kita-Gruppe im Jahr 1997 und die erstmalige Aufnahme von Zweijährigen im Jahr 2010, die auch mit einem Umbau verbunden war. Nachdem der Stadtrat in 2017 entschieden hat, die Betreuungsleistung für Schulkinder im Hort des „Haus des Kindes“ zugunsten der Schaffung weiterer Kita-Plätze einzustellen, steht im auch Jubiläumsjahr eine große Umbau, Umstrukturierungs- und Sanierungsmaßnahme in der Einrichtung an.

Das „Haus des Kindes“ wird von Eltern und Kindern für seine familiäre Atmosphäre geschätzt und war von Beginn an ein Ort, an dem sich Menschen unterschiedlicher Nationalität, Kultur und Religion unbefangen begegnen können. Die Kinder erleben ein Klima der Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen und anderen Sprachen. Zum pädagogischen Konzept gehören interkulturelles Lernen und Sprachförderung durch Fachkräfte.

Auch der Karneval wird in der Kita seit jeher groß gefeiert. In diesem Jahr stellte das „HadeKi“ bereits zum 24. Mal in Folge das Kinderprinzenpaar in Bendorf.
Nachricht vom 23.06.2019 www.nr-kurier.de