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TTC Erpel gehört zu den acht besten Deutschen Pokalmannschaften
Ein sensationelles Ergebnis durfte die Pokalmannschaft des TTC-Grün-Weiß Erpel bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften in Gaimersheim (Bayern) feiern. Qualifiziert hatte man sich für diese Endrunde, da zunächst der Regionspokal Neuwied/Koblenz gewonnen wurde und anschließend ein zweiter Platz beim Verbandspokal Rheinland heraussprang.

Spieler und Fans des TTC Grün-Weiß Erpel. Foto: VereinErpel. Insgesamt waren 21 Mannschaften in der Herren C-Klasse spielberechtigt, die zunächst in vier Gruppen gelost wurden. Der TTC erwischte eine Fünfergruppe und hatte als Ziel "sich so gut wie möglich zu verkaufen und mindestens ein Spiel gewinnen" ausgerufen. Es kam aber doch ein wenig anders.

Gleich zu Beginn des Turniers gelang mit einem 4:2 Sieg gegen den TTC Senden-Höll (Württemberg-Hohenzollern) ein toller Start ins Turnier. Die vier Spielgewinne erzielten Björn Gehrig (zweimal), Michael Gries und Julien Freund. Im zweiten Spiel war der SG Geltow aus Brandenburg der Gegner. Und auch hier setzte sich der TTC souverän mit 4:2 dank jeweils zwei Siegen von Björn Gehrig und Michael Gries durch und auf einmal begriff die Mannschaft, dass tatsächlich etwas geschafft werden könne, womit zu Beginn des Turniers keiner gerechnet hatte: Noch ein Sieg aus zwei Spielen und das Viertelfinale wäre tatsächlich erreicht.

Im Spiel gegen den hohen Favoriten des SV Töttelstadt aus Thüringen war klar, dass ein Sieg nur Utopie sein konnte und so durften sich auch die anderen gemeldeten Spieler des TTC einmal vor dieser tollen Zuschauerkulisse präsentieren. Nicht unerwartet gab es eine klare 0:4 Niederlage.

Das alles entscheidende Spiel gegen Schwarz-Weiß Bismark (Sachsen-Anhalt) hielt dann allerdings alles, was ein Spitzenspiel zu bieten hat: Dramatik und Spannung bis zum letzten Ballwechsel. Das erste Einzel konnte Björn Gehrig souverän gewinnen, ehe Julien Freund gegen den Spitzenspieler des Gegners auf verlorenem Posten stand. Michael Gries brachte den TTC wieder mit 2:1 in Front, aber leider folgte dann auch schon wieder der Ausgleich nach einer denkbar knappen Doppelniederlage von Gries/Gehrig mit 9:11 im Entscheidungssatz. Nach einer Niederlage von Björn Gehrig konnten die Bismarker mit 3:2 erstmals eine Führung bejubeln, die Michael Gries aber postwendend egalisierte.

Das alles entscheidende Spiel bestritt Julien Freund und nach 0:2 Satzrückstand war kaum noch an das Weiterkommen zu glauben. Aber dank der vielen Fans aus Erpel, die regelmäßig im Turnierverlauf auf sich aufmerksam machten, schaffte er das Unglaubliche. Nachdem er mit zwei starken Sätzen ausgeglichen hatte, musste der finale 5. Satz über das Weiterkommen entscheiden. Auch hier behielt er die Nerven bis zum Schluss und konnte den Matchball zum 13:11 verwandeln. Es folgten Jubelstürme der Spieler und Fans. Und ja, ab sofort durfte sich der TTC Erpel zu den acht besten Deutschen Pokalmannschaften der Herren C-Klasse zählen. Eine herausragende Leistung.

Für das Viertelfinale hatte sich die Truppe natürlich wieder einiges vorgenommen, aber es wurde schnell klar, dass ein Sieg gegen SV Bad Peterstal aus Südbaden nicht realisierbar war. Es gab zwar einige knappe Spiele und zumindest einen Spielgewinn durch Björn Gehrig, aber am Ende musste dem Gegner zu einem 4:1 Sieg gratuliert werden. Wie viel aber auch diese Niederlage wert war, stellte sich erst am Ende des Turniers heraus. Gegen den späteren Deutschen Pokalmeister im Viertelfinale zu verlieren, ist aller Ehren wert.

Es war ein fantastisches Turnier für den TTC, der sowohl mit Spielern als auch Fans überregional auf Erpel aufmerksam gemacht hatte.

Nachricht vom 10.06.2019 www.nr-kurier.de