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CDU und Junge Union wollen medizinische Versorgung sichern
Schon jetzt steht fest, dass in den kommenden Jahren bundesweit etwa jeder zweite niedergelassene Arzt in den Ruhestand gehen wird. Die Konsequenzen aus dieser Entwicklung werden verstärkt den ländlichen Raum treffen, wo es immer schwieriger wird, junge Mediziner anzusiedeln. Aus diesem Grund hatten der CDU-Gemeindeverband Puderbach und der Kreisverband Neuwied der Jungen Union (JU) zu einem Informations- und Diskussionsabend ins Puderbacher Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, um sich auf den aktuellen Stand bringen zu lassen und mögliche Handlungsoptionen aufzuzeigen.
Von links: Manfred Pees, Simon Solbach, Julian Kettemer, Dr. Christoph Gensch MdL, Marcus Bischoffberger, Ellen Demuth MdL, Michael Klappert und Sebastian Müller trafen sich in Puderbach. Foto: PrivatPuderbach. Nach einer kurzen Begrüßung durch Julian Kettemer, Kreistagskandidat der JU Neuwied, und Grußworten von Ellen Demuth MdL sowie Ortsbürgermeister Manfred Pees näherte sich Dr. Christoph Gensch MdL, der auch Facharzt für Innere Medizin ist, dem Thema aus landespolitischer Sicht. Er ging dabei auf das Zusammenspiel von Bund, Land, Kommunen und anderen Akteuren wie z.B. der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ein. Einen besonderen Fokus auf eine denkbare Eigeninitiative von Kommunen legte dann der Impuls von Michael Christ, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Asbach. Er stellte das „Asbacher Modell“ vor, das im VG-Rat fraktionsübergreifende Unterstützung gefunden hatte und unter anderem auch Stipendien für angehende Landärzte beinhaltet.

In der anschließenden Fragerunde und Diskussion zeigte sich, dass nur ein Kraftakt mit gezielten Maßnahmen aller Beteiligten dem drohenden Ärztemangel entgegen wirken kann. „Der Weg zu einer gesicherten Versorgung im ländlichen Raum muss gemeinsam konsequent weiter gegangen werden. Dazu gehört die Erhöhung des Studienplatzkontingents, die Reform der Bedarfsplanung, aber auch die gezielte Förderung junger Mediziner, die sich als Hausärzte auf dem Land niederlassen wollen“, so der JU-Kreisvorsitzende Simon Solbach in seinem Schlusswort.
Nachricht vom 19.05.2019 www.nr-kurier.de