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Emuküken im Zoo Neuwied
Im Neuwieder Zoo tummeln sich gerade niedliche Emu-Küken: Die Emus im Zoo Neuwied fangen meist bereits im Februar, wenn es noch sehr kalt ist, mit der Brut an. Emus kommen ursprünglich aus Australien und leben dort in Steppengebieten. Im Februar ist dort Spätsommer, da die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel um ein halbes Jahr versetzt sind.
Im Neuwieder Zoo sind Emu-Küken unterwegs. Foto: Zoo NeuwiedNeuwied. Das Weibchen legt 10 bis 15 Eier, welche der Hahn für etwa 60 Tage lang bebrütet. In dieser Zeit frisst er kaum etwas. Die Henne verteidigt das Brutrevier währenddessen gegen Eindringlinge. In diesem Jahr ist Mitte April ein Emuküken geschlüpft, welches am Anfang noch eine frischlingsähnliche Färbung des Gefieders hat. So ist es für Fressfeinde nur schwer zu erkennen. Das Küken wird von beiden Eltern versorgt, läuft mit ihnen mit und lernt von ihnen das Fressen. Vor allem welches Futter genießbar ist und welches nicht, ist eine wichtige Lektion.

Im größten Zoo in Rheinland-Pfalz teilen sich diese Laufvögel ihr Gehege mit zwei verschiedenen Arten von Kängurus. Die Emus werden von Zoobesuchern oft mit den Straußenvögeln verwechselt, auch wenn es eindeutige Unterschiede zwischen diesen beiden Arten gibt. Die Flügel des Emus sind stark zurückgebildet, nur noch so groß wie die Hand eines erwachsenen Menschen und sind fast gänzlich unter dem fellähnlich wirkenden Gefieder verborgen. Beim Strauß sind die Flügel noch erkennbar und er kann sie auch ausbreiten, was er zur Balz regelmäßig zeigt. Der Emu ist zudem kleiner als sein afrikanischer Verwandter. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Zehen: Während der Strauß zwei Zehen hat, eine große und eine kleine, hat der Emu drei Zehen, die alle ähnlich lang sind.
Nachricht vom 18.05.2019 www.nr-kurier.de