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Förderkreis Rommersdorf zieht Bilanz
Der 1972 gegründete „Fördererkreis Rommersdorf e.V“ hat es sich zur Aufgabe gemacht Rommersdorf als kulturgeschichtliches Denkmal zu erhalten und nach den Regeln des Denkmalschutzes zu restaurieren. Nun traf sich dieser Fördererkreis zur jährlichen Jahreshauptversammlung, um eine Bilanz des Geschäftsjahres 2018 und einen Ausblick auf die Aktivitäten in 2019 innerhalb der altehrwürdigen Abtei zu wagen.
Rund 50 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung erschienen und ließen sich durch den Vorstand über die Aktivitäten des Vereins informieren. Foto: Verein
Neuwied-Heimbach-Weis. Der Fördererkreis- und Stiftungsvorsitzende Raimuns Bielefeld konnte rund 50 Mitglieder im Sommerrefektorium der Abtei begrüßen und einer ordnungsgemäßen Versammlung vorstehen. Im Vordergrund der Begrüßungsworte stand vor allem der Dank an die zahlreichen Unterstützer, die den Erhalt der Abtei möglich machen.

So ist die Stadt Neuwied mit den Kreuzgangkonzerten und den Freilichtfestspielen sicher einer der wichtigsten Partner, aber auch die Theatergruppe Inflagranti, die regelmäßig in den Räumlichkeiten der Abtei spielt und diese auch finanziell unterstützt, wie auch Boris Weber, der mit seinen Vorstellungen des Mönchs von Rommersdorf mit zur Popularität der ehemaligen Prämonstratenserabtei beiträgt, waren zu nennen. Auch die Mitglieder des Stiftungsvorstandes und der Dienstagsrunde wurden mit Dankesworten bedacht, ebenso wie die Besucherführer, die sich zwischen Ostern und Allerheiligen praktisch jeden Sonn- und Feiertag, zwischen 13 und 18 Uhr, für Besucher und Besuchergruppen in den Räumlichkeiten der Abtei bereit halten.

Im Anschluss folgten Kassenbericht und Kassenprüfungsbericht, die jeweils beanstandungslos blieben. Doch nicht nur aus diesem Grunde fiel die Bilanz des Jahres 2018 ausgesprochen positiv aus. Insgesamt wurden mehr als 3.000 Besucher der Abtei bei den Führungen gezählt. Über die Kulturveranstaltungen vervielfachte sich die Anzahl der Besucher. Auch die Orangerie ist seit dem Einstieg von Pasquale Montemurri rentabel und mit positiver Resonanz durchgestartet. Seither wird die Saalvermietung in der Abtei auch wieder direkt über die Abtei durchgeführt.

Im Rahmen der zahlreichen Sanierungsmaßnahmen wurde unter anderem neue Sitzmöbel für die Säle angeschafft, darüber hinaus wurde die Niederlassung des Archivs mit einem Behinderten-WC ausgestattet, nachdem im Vorjahr bereits ein Treppenlift installiert wurde. Höhepunkt der Maßnahmen im Jahr 2018 war jedoch unbestritten die Sanierung des Engeltors mit der Herstellung von Duplikaten der ursprünglichen Engeltorfiguren. Diese wurden in einem neuartigen Verfahren mit Hilfe von 3D Laserscanning und einer CNC-Steinfräse aus ganzen Blöcken gefräst und im Anschluss händisch nachgearbeitet. Ein Dank gilt hier auch der Rheinischen Boden AG als Inhaber des Tores für die freundliche Genehmigung. Mit dieser Maßnahme hat die Abtei Rommersdorf einen entscheidenden Teil ihres historischen Antlitzes, sowie eines Identifikationsmerkmals für Heimbach-Weis und Umgebung zurückerhalten.

Für die Zukunft stehen natürlich weitere Maßnahmen auf dem Plan. So sollen mittelfristig die Pfannendächer eines Teils der Abtei wieder einer Verschieferung weichen. Auch sollen Modelle der Abteiarchitektur erstellt werden, die eine historische Darstellung u.a. im Rahmen von Führungen ermöglichen.

Für die jahrzehntelange Pflege des Kräutergartens dankte der Vorsitzende Bielefeld dem ehrenamtlichen Gärtner Rüdiger Klose. Er hatte sich immer akribisch um den Erhalt des Gartens und dessen Artenvielfalt bemüht und gibt nun sein Amt an Susanne Hachemer ab. Der Vorstand des Fördererkreises bleibt unverändert. Der Vorsitzende Raimund Bielefeld wird vom 2. Vorsitzenden Rainer Kaul, dem Geschäftsführer Willi Grüber, dem 2. Geschäftsführer Walter Kaster und dem Pressewart Michael Bleidt unterstützt. Kassenprüfer sind auch im nächsten Jahr Josef Hahn und Christian Kehr. Eine Anpassung der Satzung, die Forderungen der Finanzverwaltung nachkommt, wurde von den Mitgliedern ebenso einstimmig angenommen, wie das Ergebnis der Wahlen zum Vorstand des Kuratoriums.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ wurde angekündigt, dass die SGD Nord mit einem Planungsbüro die Reinigung der Weiher in Angriff nehmen wird, bevor Stiftungsgeschäftsführer Dr. Reinhard Lahr die Mitglieder mit einem detaillierten Vortrag über die Renovierung des Engeltors begeisterte.
Nachricht vom 15.05.2019 www.nr-kurier.de