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Politik
Anonymes Flugblatt sorgt in Oberbieber für Ärger
Eine Vielfalt an Meinungen ist ein Kennzeichen einer starken Demokratie, anonyme Meinungsäußerungen sind dagegen ein Hohn. Kurz zur Erläuterung des Sachverhaltes und eine Stellungnahme der SPD Oberbieber, die in dem anonymen Flugblatt als „Plattmacher" tituliert wurden.
Oberbieber. Die alte Schule in Oberbieber ist Eigentum der GSG und Ingrid Ely-Herbst setzte sich in der Vergangenheit oft für Investitionen ein - leider blieben diese aus. Der rechte Teil des Gebäudes ist seit langem sogar aus Brandschutzgründen überhaupt nicht mehr nutzbar. Ein Vergleich mit anderen sanierten Gebäuden ist akzeptabel - aber dann soll man bitte auch die entsprechenden Investoren finden, die bereit wären, in dieses Gebäude kräftig zu investieren.

Das Gebäude wird mit der Zeit nämlich nicht besser - unter Denkmalschutz steht es auch nicht - nicht grundlos. Wie kommt der Verfasser zudem darauf, dass an gleicher Stelle ein gesichtsloser Viereck-Kasten entstehen soll? Ein zentraler Neubau mit integriertem barrierefreien Dorftreff, der bestehenden Physiopraxis und Wohnungen, die ebenso barrierefrei sind, machen mehr Sinn. Zur Historie: die erste Schule in Oberbieber findet man übrigens über dem Aubach und ist auch mit einem Schild versehen um auf den historischen Stellenwert aufmerksam zu machen. Wer sich vom Zustand der alten Schule überzeugen möchte oder auch mögliche Investoren davon überzeugen kann, zu investieren, kann sich gerne an Ingrid Ely-Herbst wenden.

Über alle Parteigrenzen hinweg wird barrierefreier Wohnraum gefordert, der das Altwerden im eigenen Dorf ermöglichen kann. Hier gibt es eine ideale Fläche, im Herzen von Oberbieber und einen Eigentümer, der wenn überhaupt nur den Abriss und Neubau plant - diese Chance muss unterstützt werden, denn ansonsten droht eine Ruine, die den Ortskern verschandelt.

„Es ist jedoch äußerst bedenklich, dass man mit einem anonymen Flugblatt zum Wahlboykott einer demokratischen Partei aufruft. Freie Meinungsäußerung ist ein wichtiges Grundrecht, welches auch genutzt werden sollte. Aber bitte transparent und offen – wir leben nämlich im Jahre 2019", bemerkt Lana Horstmann und wird von Maren Dümmler ergänzt: „Wir stehen immer für einen offenen, ehrlichen und fairen Dialog zur Verfügung. Von daher kann man uns gerne persönlich ansprechen, dies gehört zu demokratischer Politik aber auch anständiger Umgangsweise miteinander."
(PM SPD)
 
Nachricht vom 09.05.2019 www.nr-kurier.de