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Waldwanderung in Großmaischeid
Unerschrocken trotzten die zahlreichen Teilnehmer der diesjährigen Waldwanderung den Kapriolen des Aprilwetters mit Schneefall und Sonnenschein und starteten zum Rundgang durch den heimischen Forst. Nach der Begrüßung durch Hans-Dieter Spohr, übernahm Revierförster, Bernd Frorath, die kundige Führung der Wandergruppe.
Foto: privatGroßmaischeid. Es ging los in Richtung Stebachtal, vorbei an den Aufforstungsflächen der Stürme "Kyrill" und „Xynthia“ aus den Jahren 2007 und 2010. Auch das letzte Sturmereignis „Eberhard“ ließ zahlreiche entwurzelte Bäume zurück. Vor allem die Fichtenbestände zeigten ein umfangreiches Schadensbild.

Weiter führte die Route vorbei an Fichtenbeständen, die vom Borkenkäferbefall sichtlich gezeichnet sind. Es wurde deutlich, dass große Teile der Bestände, die vom Sturm verschont wurden, jetzt dem Borkenkäfer zum Opfer fallen. Die riesige Zerstörung, die der winzige Schädling anrichtet, schockierten die Wanderer. An Hand von Baumprofilen erklärte Bernd Frorath sehr anschaulich, wie stark die heimische Fichte durch den fortschreitenden Klimawandel unter Stress steht. Daher werden im Wald bereits seit mehr als zehn Jahren Douglasien aufgeforstet, die hier etwas resistenter sind.

Nach der ausgiebigen Pause mit leckerem Kuchen und wärmendem Kaffee wurde die Wanderung in Richtung Löh fortgesetzt. Hier wurde die Ausdehnung der geplanten Industriegebietserweiterung betrachtet.
Nachricht vom 21.04.2019 www.nr-kurier.de