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Nachricht vom 20.03.2019
Region
Pfefferspray löste Großeinsatz am 20. Februar in Unkel aus
Am 20. Februar gegen 18:04 Uhr kam es am Vorteil-Center in Unkel zu einem Großeinsatz der Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei. Aus zunächst ungeklärter Ursache klagten plötzlich eine Vielzahl von Kunden über Atemwegs- und Augenreizungen. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte schon nach kurzer Zeit keine Schadstoffe oder Gasbelastungen mehr konstatieren. Die Polizei Linz hat eine heiße Spur gefunden. Sehr wahrscheinlich war Pfefferspray die Ursache.
Auch der Gefahrstoffzug war damals in Unkel im Einsatz. SymbolfotoUnkel. Insgesamt wurden 55 Personen an dem Abend leicht verletzt. Die Polizeiinspektion Linz nahm im Anschluss die Ermittlungen auf und untersuchte den Fall in alle denkbaren Richtungen. Jetzt konnte der Vorfall vermutlich aufgehellt werden. Der Verdacht richtet sich gegen eine 21-jährige Frau aus Köln. Diese war vor dem Vorfall bei der Polizei durch ein Verkehrsdelikt auffällig geworden.

Aus Fahrtrichtung Bonn kommend hatte sie eine vor ihr fahrende PKW-Fahrerin bedrängt und genötigt. Die Geschädigte fuhr daraufhin auf den Parkplatz des Vorteil-Centers, die 21-jährige Kölnerin folgte ihr. Auf dem Parkplatz kam es dann zu einem Wortgefecht, in dessen Verlauf die Kölnerin Pfefferspray in Richtung der Geschädigten versprühte und anschließend flüchtete.

Die Polizei in Linz geht davon aus, dass sich der Pfeffernebel im Bereich des späteren Schadensortes verbreitete und somit zufällig anwesende Kunden hiervon getroffen wurden. Die weiteren Ermittlungen werden von den Staatsanwaltschaften Koblenz und Köln geführt.


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