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Kultur
Anita & Alexandra Hofmann brachten den „Wahnsinn“ mit
Alexandra & Anita Hofmann gaben sich in Ransbach-Baumbach die Ehre, anlässlich ihres 30-jährigen Bühnenjubiläums die Töpferstadt zu besuchen. Das Motto ihrer diesjährigen Tour lautet: „Wahnsinn, 30 Jahre Leidenschaft“. Mit dem Schlagwort „Wahnsinn“ wird heute vieles umschrieben, was irgendwie aus dem Rahmen fällt. Wenn man rückwirkend die Show beurteilt, die beide Vollblutmusikerinnen in Ransbach-Baumbach boten, kann getrost dieser Ausdruck benutzt werden.
Impressionen vom Konzert. Fotos: wearRansbach-Baumbach. Kurzum in der dreistündigen Show wurden alle Geschmäcker bedient, ohne dabei aufdringlich oder langatmig zu wirken. Ohne Unterbrechung fand ein spektakulärer Wechsel der Rhythmen, des Gesangs und der Kleidung statt. Die Bühne bot einen Augenschmaus für die Besucher, dauernd sich verändernde Bühnenbilder, eine Light-Show der Extraklasse, garniert mit einer exzellenten Band, dazu zwei attraktive, voll durchtrainierte Tänzer, dieser Mix garantierte den Erfolg. Die Energie, die von der Bühne ausging, kommt nicht von ungefähr, Voraussetzungen für die Bühnenpräsenz sind Ausdauer und Kraft, jedoch steht unangefochten die Liebe zur Musik an erster Stelle. Diesen Fakt betonten Anita und Alexandra mehrfach glaubwürdig, sie spulten ihr Programm nicht so einfach runter, ganz im Gegenteil, sie freuten sich merklich darüber, dass sie den Zuschauern große Freude bereiten konnten.

Bezeichnenderweise eröffneten Anita und Alexandra ihre Show mit dem Erfolgshit „Wahnsinn“. Es folgte ein wahres Feuerwerk ihrer aktuellen Hits, sowie einiger Oldies, die ohne Unterlass auf die Besucher hernieder prasselten. „Dann kamst du“, Du bist Feuer und Wasser“, „Hollywood“, „100.000 Volt“ und „Ich knips den Sommer an“ sind nur einige Lieder, die hier erwähnt werden. Gänsehaut bekamen die Besucher, als Alexandra alleine, sich selbst am Klavier begleitend, ein Liebeslied auf ihren Mann Dietmar anstimmte „Ohne Dich.“

Es folgte ein Ausflug nach Bella Italia mit einem Medley bekannter Italo-Hits, zum Beispiel „Sempre, sempre“ und „I maschi“. Im Anschluss unternahmen die Geschwister einen Ausflug in die Welt des Musicals, so kam auch nochmals „Falco“ mit seinen Hits zu Ehren. Ein inszenierter, aber echt wirkender Boxkampf zwischen Anita und Alexandra, passend zur Musik von „Eye of a tiger“ war ein weiterer eye-catcher.

Beide Musikerinnen gelten aus auch als Multiinstrumentalistinnen, denn sie spielten abwechselnd Gitarre, Klavier, Akkordeon, Steirische Harmoníka, Xylophon und Hackbrett. Der Kracher war die Version von „Rock‘ around the clock“ von Bill Haley, die Anita auf dem Alphorn blies und dabei den Saal zum Beben brachte. Einen tänzerischen Höhepunkt erlebte das Konzert, als zu „Smooth Criminal“ von Michael Jackson der berühmte Moon-walk von Michael zu bewundern war.

Mit einem Party-Mix bekannter Rocktitel, wie „Jump“, Sing Halleluja“ und „Rhythm is a dancer“ endete das Konzert noch nicht ganz, denn als unverzichtbare Zugabe folgte zum guten Schluss dass gemeinsam mit dem Publikum gesungene „We are the World“.

Prominenter Besuch hatte sich ebenfalls in der Stadthalle angesagt: Die italienische Schlagersängerin Susanna Rocci konnte sich nicht vor Fans und Autogramwünschen in der Pause retten als sie erkannt wurde.

Nach der anstrengenden Show standen sie geduldig ihren Fans für Autogrammwünsche und Fotos zur Verfügung. Zudem sind beide stark sozial engagiert, sie fördern mehrere soziale Projekte, die sich schwerpunktmäßig mit behinderten und beeinträchtigten Menschen befassen. Zum Soundcheck waren deshalb rund 30 Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen eingeladen, die aus nächster Nähe den Proben folgen konnten. (wear)

Hintergrund
Bereits mit sechs und neun Jahren ließen beide ihr musikalisches Talent aufblitzen, als sie bei einer Familienfeier die Gäste musikalisch begeisterten. Ihr Talent wurde kontinuierlich von ihrem Vater gefördert, so dass sie 1988 ihr erstes eigenes Bühnenprogramm präsentieren konnten. Bis 2012 traten sie unter den Namen „Geschwister Hofmann“ auf, den sie danach in „Anita & Alexandra Hofmann“ änderten. Ihre Karriere kann ohne Übertreibung als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Auf ihrem Weg heimsten sie mehrere hochkarätige Auszeichnungen ein. So zum Beispiel die „Krone der Volksmusik“ 2004 und 2006, die „Goldene Stimmgabel“ 2003 und 2005, zudem gewannen sie mehrfach die Schlagerparade der Volksmusik. Mit der Umbenennung in „Anita & Alexandra Hofmann“ ging auch ein musikalischer und optischer Wandel einher. Haben beide anfangs im Dirndlkleidchen mit typischer Volksmusik sich einen Namen gemacht und große Erfolge gefeiert, begeistern sie aktuell ihre Fans mit dauernd wechselnden Outfits, mal sexy und mondän, dann wieder top modern in Leder, Glitzer-Look und High-Heels. Ihr Musikstil hat sich den Erfordernissen der Moderne angepasst, beide Künstlerinnen bedienen alle Genres des Schlagers, Rock und Pop, bauen aber auch einige volkstümliche Elemente ein.
       
       
       
     
Nachricht vom 15.03.2019 www.nr-kurier.de