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Nachricht vom 06.03.2019
Region
Freiwilliges soziales Jahr an der Waldorfschule Neuwied
Schule - und was dann? Junge Erwachsene, die ihre Schulausbildung beendet haben und sich orientieren möchten, welchen beruflichen Weg sie einschlagen wollen, erhalten während eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) Einblick in verschiedene Berufe. An der Waldorfschule Neuwied arbeiten seit elf Jahren junge Menschen im Ganztagsschulbereich. Das FSJ ist für sie eine sinnvolle Test- und
Orientierungsphase.
FSJlerin Karolin mit Schülerinnen der 3. Klasse. Foto: Andrea Briel
Neuwied. „Dieses Jahr ist eine tolle Erfahrung!", strahlt Karolin, 20, die im letzten Jahr nach ihrem Abitur ein FSJ an der Waldorfschule Neuwied begonnen hat: „Die gute Atmosphäre an der Waldorfschule, das soziale Miteinander beeindrucken mich. Ich habe Einblicke in verschiedene Bereiche gesammelt und mich weiterentwickelt. Ich bin selbständiger geworden, da ich für andere Verantwortung übernommen habe und habe Stärken entdeckt durch Aufgaben, an denen ich reifen konnte." Sie empfiehlt ein Freiwilliges Soziales Jahr zur beruflichen Orientierung: „Man sieht viel klarer, was man machen möchte, und auch, was man nicht machen möchte."

Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten während des FSJ äußerst vielfältig und reichen von der Unterstützung im Unterricht über Hausaufgabenbetreuung, Mithilfe bei Angeboten am Nachmittag, Betreuung von AGs, Essensaufsicht, Verwaltungsaufgaben bis zur Mitorganisation des Schulalltags - für Abwechslung ist gesorgt. „Das FSJ an Ganztagsschulen ist für junge Leute interessant, weil sie einmal die andere Seite von Schule kennenlernen und testen können, ob die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für sie eine Perspektive sein könnte", ist Ute Schulz, Koordinatorin des Ganztagsschulbereiches, überzeugt. „Für uns sind die jungen Menschen eine große Hilfe und Bereicherung im oft stressigen Schulalltag. Wir bieten wieder eine Stelle ab 1. April 2019 an und eine weitere ab 1. August 2019 für das neue Schuljahr. Sechs unserer ehemaligen FSJlern hat das Jahr bei uns so gut gefallen, dass sie nun eine Ausbildung zum Erzieher absolvieren, Waldorfpädagogik, Eurythmie,
Grundschul - oder Gymnasiallehramt studieren."

Simon, 24, hat sein FSJ vor mehreren Jahren beendet. Er ist dankbar: „Ich habe erst hier gemerkt, wie sehr mir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt und deshalb beschlossen, Grundschullehrer zu werden."

Informationen zum FSJ in der Waldorfschule Neuwied gibt Ute Schulz telefonisch unter 02631 9642-0 (Sekretariat) oder per E-Mail an u.schulz@waldorfschule-neuwied.
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