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Rundwanderweg um Elgert - abwechslungsreich und angenehm
Die wald- und wiesenreiche Landschaft in der Verbandsgemeinde Dierdorf bietet sich für Wanderungen geradezu an. Ein sehr abwechslungsreicher und angenehm zu erwandernder Weg ist der Rundweg um Elgert mit einer maximalen Länge von 16 Kilometern. Der Rundweg kann an mehreren Stellen beliebig verlängert oder verkürzt werden. Die familiengeeigneten Strecke ist die meiste Zeit auch mit Kinderwagen gut nutzbar.
Dierdorf. Das Auto kann am Friedhof Elgert geparkt werden. Von dort ist der Wanderer direkt am Wald und auf historischem Gelände. Der ehemalige Postkutschenweg führt links nach Hanroth und geradeaus nach Steimel und Woldert. Die Schilder mit Wildscheinsymbol zeigen den Rundweg an. Sie sind auf Pfosten, an Bäumen und Ruhebänken sowie an Hochsitzen zu finden. Befestigte Wege, zum größten Teil ohne Asphalt, führen durch abwechslungsreichen Misch- und Laubwald. Unauffällig liegen ehemalige Basaltgruben am Wegesrand, weil die Grubenlöcher mittlerweile weitgehend verfüllt sind.

Man kann nach links zur höchsten Erhebung der Verbandsgemeinde Dierdorf, dem Prangenberg wandern, von dem man einen Fernblick bis nach Roßbach und Oberdreis und sogar zum Siebengebirge hat. Eine Informationstafel auf Hanrother Gelände erläutert die Lebensweise des heimischen Schwarzwilds und große Waldameisenhaufen weisen auf ein intaktes Biotop hin. Spechte und Singvögel sind bereits vielstimmig zu hören, obwohl noch kein Blattaustrieb in Sicht ist.

Auf der Hochebene neben dem Wald war bis Anfang der 30er Jahre Heidelandschaft, dann wurde sie kultiviert und als Genossenschaftsweide den Landwirten zur Verfügung gestellt. Jeder Bauer konnte über Sommer drei oder vier Rinder darauf weiden lassen, bewacht von einem Kuhhirten. Jetzt wird die Weide nur noch von zwei Elgerter Bauern mit etwa 40 Rindern genutzt, sie ist jedoch noch immer Gemeindeland.

Nach links geht es auf der „Otto-Wilhelm-Schneise“ oder „Breiten Schneise“ wieder in den Wald. Dieser Bereich wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, das heißt, der Wald wird nicht mehr bearbeitet. Lediglich der wirklich breite Weg muss bisweilen von umgefallenen Bäumen befreit werden.

Nach einiger Zeit verlässt man wieder den Wald und tritt in freie Wiesenlandschaft. Das hilfreiche Wildschwein-Schild findet man an einem Hochsitz. Von dort erkennt man geradeaus die Roßbacher Baumschule, links davon liegt der Ort Roßbach und ganz rechts der Bauernhof Theis.

Man kreuzt die Landstraße 268 und eine kleine Brücke über den Grenzbach. Dieser trägt seinen Namen zu Recht, denn hier stoßen die Verbandsgemeinden Puderbach, Dierdorf, Hachenburg und Selters und somit die Landkreise Neuwied und Westerwald aneinander. Hinter den Uferbäumen ahnt man die schon lange außer Betrieb befindliche Roßbacher Getreidemühle.

Ein Schilderpfosten am befestigten Weg in der „Kuhheck“ weist auf mögliche Ziele hin. Wer nicht die Gaststätte Seehaus aufsuchen möchte, kann nach rechts auf einen kleinen mäandernden Waldpfad abbiegen. Auf ihm erreicht man wieder eine Brücke über den Grenzbach und ein Sumpfgebiet. Danach sieht man den Marother Campingplatz und dessen Gastronomie auf der gegenüberliegenden Seeseite. In dem Wald-, Wiesen- und Wasserbiotop fühlen sich auch zahlreiche Kanadagänse sichtlich wohl.

Wer auf einen Schlenker über den Seedamm und durch Maroth verzichtet, gelangt auf einem asphaltierten Flurweg an Feldern, Feldhütten und Astplatz schnurstracks zurück nach Elgert und zum Parkplatz am Friedhof. Die beschriebene Runde ist mit etwa neun Kilometern Länge und wenig Steigung angenehm zu gehen. htv
       
       
       
 
Nachricht vom 24.02.2019 www.nr-kurier.de