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Kardinal Höffner: Förderverein erinnert an großen Horhausener
Auf Kontinuität setzen die Mitglieder des Fördervereins zum Gedenken an Joseph Kardinal Höffner. In der Mitgliederversammlung in Horhausen bestätigten sie das Führungsteam um den Vorsitzenden Bernhard Meffert einstimmig. Neben üblichen Vereinsregularien beschlossen die Mitglieder, mit einem neuen Flyer auf den Förderverein und auf das Leben und Wirken des großen Sohnes der Heimat aufmerksam zu machen. Weiter ist unter anderem die Teilnahme am Höffner-Jahrgedächtnisses in Köln am 15. September geplant.
Der Vorstand des Fördervereins zum Gedenken an Joseph Kardinal Höffner: (von links) Rolf Schmidt-Markoski, Thomas Gehlen, Pastor Peter Strauch, Bernhard Meffert, Thomas schmidt und Heribert Hesseler. (Foto: Förderverein) Horhausen. Auf Kontinuität setzen die Mitglieder des Fördervereins zum Gedenken an Joseph Kardinal Höffner. In der Mitgliederversammlung im Kaplan-Dasbach-Haus (KDH) in Horhausen wurden Vorsitzender Bernhard Meffert und der komplette Vorstand einstimmig wiedergewählt. Zur Führungsmannschaft gehören neben Meffert der stellvertretende Vorsitzende Pastor Peter Strauch, als weiterer stellvertretender Vorsitzender der Horhausener Ortsbürgermeister Thomas Schmidt , der Kassenwart Thomas Gehlen sowie die Beisitzer Rolf Schmidt-Markoski und Heribert Hesseler.

Joseph Höffner wurde 1906 in Horhausen im Westerwald geboren und wuchs unter acht Geschwistern auf. Sein Vater war Landwirt. Von 1919 bis 1926 absolvierte der begabte Schüler die Gymnasien Montabaur und Trier. An der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom nahm er danach das Studium der Philosophie und Theologie auf und promovierte bis 1934 in beiden Disziplinen. Sein Lebensweg führte Höffner über verschiedene Stationen schließlich nach Köln, wo er von 1969 bis zu seinem Tod 1987 als Erzbischof wirkte. Im Herbst 2000 wurde der „Förderverein zum Gedenken an Kardinal Höffner" in Horhausen gegründet. Gemeinsam mit den Mitgliedern will der Vorstand das Gedenken und die Erinnerung an Joseph Kardinal Höffner fördern. Weiter will der Verein in vielerlei Formen die staats- und gesellschaftspolitische sowie theologische Bedeutung Joseph Höffners würdigen, sichern und verbreiten. Vorsitzender Bernhard Meffert in der Mitgliederversammlung: „Das Leben Joseph Höffners ist untrennbar mit seiner Heimat, dem Kirchspiel Horhausen verbunden. Hier wuchs er nicht nur auf, hier wurde er geprägt. Seine außergewöhnliche Intelligenz verband sich mit seiner nie verleugneten Westerwälder Bodenständigkeit und Bescheidenheit. Das verpflichtet uns.“

Neben üblichen Vereinsregularien beschlossen die Mitglieder, mit einem neuen Flyer auf den Förderverein und auf das Leben und Wirken des großen Sohnes der Heimat aufmerksam zu machen. Im Frühjahr diesen Jahres soll im Musikraum des KDH ein Vortragsabend über ein aktuelles Thema – verbunden mit Aussagen Höffners zu diesem Thema, beispielsweise soziale Marktwirtschaft oder Umweltpolitik, ausgerichtet werden. In die Veranstaltung soll möglichst auch das kleine Höffner-Museum im Prälat-Pees-Haus, was mit neuen Exponaten aufwartet, eingebunden werden. Weiter ist die Teilnahme am Höffner-Jahrgedächtnisses in Köln am 15. September geplant. Vorstandsmitglied Thomas Gehlen regte an, eine Joseph-Höffner-Gedenkwanderung bis nach Marhähnen in der Gemeinde Obersteinebach auszurichten. Dort lebt noch ein Großneffe Höffners. (PM)
Nachricht vom 24.02.2019 www.nr-kurier.de