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Wirtschaft
EVM erhöht Strompreise zum 1. April
Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) passt zum 1. April ihre Strompreise an. Nachdem EVM 2015 die Strompreise gesenkt hatte, haben die Kunden seitdem von stabilen Preisen profitieren können. Doch nun zwingen erheblich gestiegene Kosten auch den Koblenzer Energieversorger zu einer Erhöhung. „Wir haben versucht, diese Anpassung für unsere Kunden so lange wie möglich hinauszuzögern“, erklärt Christian Schröder, Unternehmenssprecher der EVM.
Symbolfoto: StromzählerKoblenz. Wesentliche Ursachen für die Preisanpassung zum 1. April sind die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen staatliche Umlagen, höhere Einkaufspreise an der Strombörse und Entgelte für die Nutzung der Netze des Übertragungsnetzbetreiber Amprion, aber auch sonstige Kosten. „Nach vielen Jahren, in denen wir die Preise für unsere Kunden stabil gehalten haben, wir diese Effekte durch interne Optimierungen leider nicht mehr auffangen“, so Schröder.

Konkret wird der Arbeitspreis im Schnitt um 1,30 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Der Grundpreis steigt im Schnitt um 2 Euro pro Monat. Die Erhöhungen fallen je nach gewähltem Produkt unterschiedlich aus. Bei einer dreiköpfigen Familie mit einem Stromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden pro Jahr ergeben sich dadurch Mehrkosten von rund fünf Euro im Monat. Je nach Einzelfall kann ein Wechsel in ein anderes Produkt zu Einsparungen führen. Daher empfiehlt die EVM, sich in einem der 14 Kundenzentren oder telefonisch unter 0261 402-72424 beraten zu lassen.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?
Über 50 Prozent des Strompreises, den Haushaltskunden bezahlen, gehen direkt an den Staat; es sind Umlagen und Abgaben zur Finanzierung der Energiewende sowie Steuern. Etwa 20 Prozent werden für Netzentgelte und Entgelte für den Messstellenbetrieb fällig. Das ist das Entgelt, das Energielieferanten an die Betreiber der Stromnetze für Zähler und Netznutzung bezahlen müssen. Lediglich ein Viertel des Strompreises besteht aus den Kosten für Strombeschaffung und Vertrieb und ist daher von Energielieferanten wie der EVM beeinflussbar. (PM)
Nachricht vom 19.02.2019 www.nr-kurier.de