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Deichstadtvolleys können im Allgäu nicht punkten
In beeindruckender Manier hatten die Neuwieder Volleyball-Zweitligadamen zuletzt acht Spiele ohne Unterbrechung für sich entschieden. Diese Serie ist nun am vergangenen Wochenende gerissen. Beim Tabellenfünften TSV AllgäuStrom Volleys Sonthofen unterlag das Team um Spielführerin Sarah Funk mit 0:3(20:25, 22:25, 22:25).
Fotos: Josef DehennSonthofen/Neuwied. „Der Unterschied an diesem Abend war: Wir hatten nicht unseren besten Tag, die Gastgeberinnen dagegen einen guten. Daher ist deren Sieg verdient. Wir haben alles versucht, konnten jedoch unser Spiel nie so richtig durchziehen“, gratulierte VCN-Trainer Bernd Werscheck bei der Pressebefragung artig dem Gegner. Trotz einer nicht optimalen Anreise, ein fetter Stau machte aus der Sechs-Stunden-Tour eine zwei Stunden längere Fahrt, gelang den Deichstadtvolleys eigentlich ein prima Start. Die schnelle 5:1-Führung veranlasste die Sonthofener Trainerin zur ersten Auszeit.

Das nutzte allerdings wenig, denn die VCN- Mädels blieben am Drücker. Bei der scheinbar komfortablen Führung von 14:9 wechselte der Aufschlag auf die Seite der Allgäuerinnen. Deren Mannschaftskapitänin Carolin Strobl stellte die Neuwieder Annahme und Abwehr mit variablen Aufschlägen derart unter Druck, dass Sonthofen mit neun Punkten nach Gang den Satz drehte. Das war dann auch die Basis für die 1:0-Satzführung des TSV.

Über 6:6, 14:14 und 20:20 war der nächste Durchgang ausgeglichen, ehe in der Schlussphase das Pendel erneut in die Richtung der bayrischen Mannschaft ausschlug, auch mit ein wenig Unterstützung des Stuhlschiedsrichters, der zwei heftige Proteste von Neuwieder Seite lächelnd abtat.

Eine Spielpause von zehn Minuten vor dem dritten Satz sollte nun die Karten neu mischen. Der VCN kämpfte und stemmte sich gegen eine drohende Niederlage. Doch nun zeigte sich, dass das Glück, das man manchmal auch benötigt, an diesem Tag nicht zum Freund der Deichstadtvolleys wurde. Mehrere Netzroller oder sogenannte „blöde“ Bälle nutzten ausschließlich den AllgäuStromm Volleys, die wenig später über drei gewonnene Punkte jubeln konnten.

Coach Werscheck machte seiner Mannschaft beim Essen in einer Sonthofener Pizzeria Mut: „Wir haben noch alles unter Kontrolle und es selbst in der Hand. Im Wettkampf um die Positionen hinter dem designierten Meister VC Offenburg mischen wir weiter kräftig mit. Lasst uns unser Ding machen und keine Trübsal blasen. Konzentrieren wir uns auf die nächsten, wichtigen Spiele.“

Am kommenden Samstag, dem 16. Februar, hat der VC Neuwied die Möglichkeit in die Erfolgsspur zurück zu kehren. Mit dem Neuling und derzeitigen Tabellenletzten TSV Ansbach erwartet das Team, wie immer um 19 Uhr in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasium, eine eigentlich lösbare Aufgabe, auch wenn ein warnender Zeigefinger immer oben bleibt. Sollte der Zuschauerzuspruch wieder in die Nähe der 400 rücken, wird es an der Unterstützung der eigenen Fans nicht mangeln.
       
     
Nachricht vom 11.02.2019 www.nr-kurier.de