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Harmonischer Neujahrsempfang der Gemeinde Dürrholz
Zu Anfang des Jahres lud der Gemeinderat zum Neujahrsempfang in das Gemeinschaftshaus in Daufenbach ein. Der Saal war voll besetzt, sodass Ortsbürgermeisterin Anette Wagner minutenlang herzlich die Besucher begrüßte. Der Gemischte Chor „Heimattreue“ Muscheid unter Leitung von Dietmar Löffler tat das stimmungsvoll und vierstimmig mit Liedern in modernen Arrangements.
Impressionen des Neujahrsempfangs. Fotos: Helmi Tischler-VenterDaufenbach. Anette Wagner weitete ihren Rückblick auf die gesamte vergangene fünfjährige Wahlperiode aus. Mit Stolz stellte sie fest, dass trotz großer finanzieller Tätigkeiten Kredite reduziert werden konnten. In diesem Jahr erfolgt wieder eine Kreditaufnahme wegen der großen Kita-Baumaßnahme, die das Raumkonzept auf den neuen Stand bringt und um notwendige Plätze erweitert. Erfreulicher Weise konnten Spenden für die Kita und den Lehrpfad verzeichnet werden, die die Wertschätzung für diese Maßnahmen zeigen. Schwerpunkt für den Rat sind Gemeinde- und Ortsentwicklung. Wagner forderte die Mitbürger auf, mit privaten Maßnahmen Geld und Möglichkeiten des Dorferneuerungskonzepts zu nutzen. Der Erfolg ist sichtbar: Es gibt kaum Leerstände und die Präsentationen im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ brachten zwei Mal zweite Plätze ein. Nach dem Abriss der alten Schule in Daufenbach wurde das Grundstück an eine junge Familie verkauft. Herzstück ist das Baugebiet am Linkenbacher Weg, private Baulücken im Dorf wurden geschlossen. Dadurch stieg die Einwohnerzahl und es werden mehr Kita-Plätze gebraucht.

Damit noch mehr Baugrundstücke angeboten werden konnten, erfolgte die Erweiterung des Bebauungsgebiets „Flurstraße“ und in 2016 die Erschließung der „Wiesenstraße“. Die Verlegung der Gasleitung in der „Hochstraße“ erlaubte die Sanierung der Straße. Frühzeitig war die Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt worden als Sparmaßnahme.

Weitere Aktionsfelder des Rates waren zum Beispiel das Baumkataster, Ankauf von Geschwindigkeitsmessgeräten mit positiver Wirkung auf die Verkehrssituation, Kauf von Schneeschild und Streuer, Sanierung von Wirtschaftswegen, Anlage von Blühstreifen, Erstellung einer neuen Internetseite und eines WLAN-Hotspots und Erweiterung des Glasfasernetzes.

Erfreut verkündete die Bürgermeisterin, dass die überaus aktive und erfolgreiche Arbeitsgruppe „Naturschutz“ drei neue Mitglieder gewann. Der große Einsatz der Ehrenamtler führte folgerichtig 2018 zu einer Einladung zum Empfang des Bundespräsidenten in Wissen.

Von der Arbeitsgruppe „Veranstaltungen“ wurde ein Bürgertreff initiiert. Carmen Reusch und Mitstreiterinnen konnten neue junge Frauen gewinnen. Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ gestaltet Martin Schäfer professionell die Zeitung und Fabian Berger stellt von fast allen Veranstaltungen die Bilder zur Verfügung. Die engagierten Dürrholzer arbeiten auch in den Arbeitsgruppen „Dorferneuerung“ mit. Es wurden Rad- und Wanderwege angelegt und die Historie aufgearbeitet. Ein großes Gemeinschaftsprojekt steht in 2019 an: Historische Rundwanderwege ausweisen und ausschildern, in jedem Ortsteil soll einer dieser Wege verlaufen. Den ersten Teil gibt es in Muscheid.

Zudem bieten die Vereine vielfältige Unterstützung bei Veranstaltungen. Neben der Mitgliedschaft und Mithilfe in einem Verein stelle auch der Besuch ihrer Veranstaltungen eine Unterstützung dar, betonte Wagner. Sie dankte den vielen Aktiven, auch den Ratsmitgliedern und Beigeordneten, speziell ihrem Stellvertreter Ulrich Neitzert für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie Verbandsbürgermeister Volker Mendel und dem VG-Rat für gute Kooperation.

Persönlich ausgezeichnet wurden Lothar Holzapfel und Evi Simon für viele Stunden Arbeit bei der Sammlung alter Hausnamen und dem Schreiben der Namen auf Schiefertafeln, die nun an den Häusern angebracht sind. Die dritte Mitarbeiterin hierbei war die Bürgermeisterin selbst.

Verbandsbürgermeister Volker Mendel bestätigte in seinem Grußwort das förderliche Gemeindeleben, das „aller Ehren wert“ sei und eine „positive Kultur“ zeige, „wie man miteinander Einvernehmen erzielt.“ Daher solle der Gemeinderat die Chance bekommen, weiter zu arbeiten an den vielen Projekten. Mendel appellierte an die Mitbürger, im Mai an der Wahl teilzunehmen.

In der Verbandsgemeinde seien alle Gewerbeflächen vermarktet, man müsse sich nun Gedanken machen um die Ausweisung neuer Flächen. Beim Hallenbad werde die VG nun umgehend in die Eigensanierung gehen, weil das Bad für Schul- und Seniorensport einfach gebraucht werde. Als weiche Faktoren, die in der VG Puderbach zur Lebensqualität beitragen, nannte Mendel den Bürgerfahrdienst, First Responder, Feuerwehren und die Tafel Puderbach/Dierdorf, die monatlich über 400 Personen versorgt. Dieses ehrenamtliche Engagement müsse wertgeschätzt werden.

Klaus-Jürgen Ehlgen, Geschäftsführer der Firma EQtherm, bestätigte das von Anette Wagner und Volker Mendel angesprochene sehr gute Verhältnis zu den Gewerbetreibenden. Ehlgen stellte sein Unternehmen vor, das seit zehn Jahren auf dem Markt ist, davon fünf Jahre am Standort Dürrholz/Linkenbach. Ständige Produkterweiterungen im Bereich innovativer Wärmesysteme machten den Umzug in dieses Gebiet nötig. Im Jahr 2018 wurden 1,8 Millionen Quadratmeter Fußbodenheizung in Dürrholz hergestellt von 70 Mitarbeitern, von denen 30 in der VG Puderbach wohnen. Fachkräftemangel stellt für das expandierende Unternehmen ein Problem dar.

Einen herzlichen Willkommens-Applaus spendeten die Besucher der jüngsten Mitbürgerin, der an Silvester geborenen kleinen Lia.

Mit vielen netten Gesprächen und einem Imbiss der Catering-Firma Kraus klang die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Daufenbach aus. htv
       
 
Nachricht vom 25.01.2019 www.nr-kurier.de