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Im Spätsommer sollen die Glocken wieder läuten
Das zweite Weihnachtsfest hintereinander schwiegen die Glocken der evangelischen Kirche im Neuwieder Stadtteil Niederbieber. Doch nun gibt es gute Nachrichten: Im März startet mit dem Aufbau des Gerüstes die dringend notwendige Sanierung des Kirchturms. Läuft alles nach Plan, könnten die Arbeiten im August abgeschlossen werden und die Glocken danach wieder erklingen. Maßgeblich unterstützt wird das aufwändige Projekt durch eine Sponsoring-Kampagne des Kirchbauvereins.
Die Sanierung des Kirchturmes kann nun starten. Fotos: Wolfgang TischlerNiederbieber. Der Zahn der Zeit hatte an dem Eichen-Gebälk in dem Turm genagt. Wir berichteten. Er ist der älteste Teil der denkmalgeschützten Kirche und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der schadhafte tragende Balken ist zwar momentan abgestützt, muss aber auf jeden Fall ersetzt werden. Mit Rücksicht auf die Statik des Turmes wurde daher das Geläut der Glocken vorsorglich eingestellt.

Allein rund 60.000 Euro kostet der Einsatz des Gerüstes. Daher wird bei der Gelegenheit auch das Dach neu eingedeckt und der Kirchturm erhält einen neuen Anstrich, wie Baukirchmeister Hans-Werner Jäckle erläutert. Die Gesamtkosten dürften sich auf rund 250.000 Euro belaufen. Die Ausschreibungen der einzelnen Gewerke sind erfolgt und die Aufträge erteilt.

Eine enorme Investition für die Kirchengemeinde, die aber unter anderem einen Zuschuss des Kirchenkreises von rund 30 Prozent der Kosten erwartet. Und schließlich hat der Kirchbauverein, der sich seit fast 25 Jahren für die Pflege und den Erhalt der Kirche engagiert, eigens eine Sponsoring-Kampagne gestartet. Unter der Überschrift „Pro Kirchturm denken“ erlebt die Aktion eine ausgesprochen positive Resonanz.

„Die Kampagne läuft auch während der Bauzeit und wir freuen uns natürlich über jede weitere Spende“, erklärt Vorsitzender Erhard Jung. Er ist überzeugt, dass „wir im Ergebnis die mit Abstand größte Summe aufbringen können, die der Kirchbauverein jemals für eine Einzelmaßnahme bereitgestellt hat“. Der Verein rechnet damit, dass am Ende es deutlich über 30.000 Euro sein werden. Neben den Spenden trägt dazu auch eine ganze Reihe von Aktionen des Vereins zugunsten des Kirchturm-Projektes bei.

Von der Landesdenkmalpflege werden 10.000 Euro beigesteuert. Der Ortsbeirat Niederbieber wird 5.000 Euro beisteuern. Von den örtlichen Vereinen gibt es Zuschüsse und private Spender engagieren sich. Beeindruckt von der großen Spendenbereitschaft richtet der Vorstand schon jetzt ein herzliches Dankeschön an „alle bisherigen und künftigen Unterstützer“.

Spendenkonto des Kirchbauvereins Niederbieber: bei der Sparkasse Neuwied, DE84574501200003101813, und der VR Bank, DE50574601170000510000.
 
Nachricht vom 10.01.2019 www.nr-kurier.de