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Wirtschaft
Eröffnung der neuen Westerwald Bank in Dierdorf
Innen und außen blau illuminiert, mit Jazz-Sound, der nach außen drang, wirkte die neue Geschäftsstelle der Westerwald Bank im Gewerbegebiet Märkerwald sehr futuristisch. Eine Anmutung, die zu der hochmodernen Einrichtung innen genau passte, denn das Projekt ist inhaltlich und architektonisch auf Zukunft und Nachhaltigkeit konzipiert im Vertrauen auf den Standort Dierdorf.
Fotos: Helmi Tischler-Venter
Video: Wolfgang TischlerDierdorf. Es herrschte kuschelige Enge in der Schalterhalle und in den angeschlossenen Funktionsräumen, denn rund 300 Gäste waren gekommen, Vertreter aus der Genossenschaftswelt, am Bau beteiligte Handwerker und Dienstleister, Nachbarn, Vertreter aus Politik und Verwaltungen, Kunden und Mitglieder. Bankvorstand Dr. Ralf Kölbach forderte stolz die Gäste auf: „Finden Sie in der Region eine weitere Bank, die in dieser Zeit eine Geschäftsstelle neu baut!“

Mit der Ausstattung hat man konzeptionell Wohlfühlatmosphäre geschaffen, dem Ganzen einen kommunikativen Charakter und hohe Aufenthaltsqualität verschafft. Der moderne Schalterbereich mit 98-Zoll-Bildschirm lässt sich auch als Veranstaltungslocation nutzen. „Wir wollen und müssen als regionale Genossenschaftsbank heute in zwei Welten zuhause beziehungsweise bei unseren Kunden sein: in der der Steine und in der der Bits und Bytes. Und an den Schnittstellen beider Welten natürlich ebenso. Deshalb haben wir das Modell der Bankfiliale, an die wir glauben, neu konzipiert“, sagte Kölbach bei der Eröffnung. In deren Rahmen spendeten die Pfarrer Patrique A. Koelmann und Thomas Corsten den neuen Räumen den kirchlichen Segen.

Ähnlich wie bereits bei der Zukunftsfiliale der Westerwald Bank in Bad Marienberg wirkten auch in Dierdorf Verbundpartner aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe bei der Konzeption mit. In diesem Fall waren es die DZ Privatbank und der DG-Verlag. Lichtdurchflutet, barrierefrei und mit zukunftsweisender Gebäude- und Banktechnik agiert die Westerwald Bank hier auf rund 430 Quadratmetern Nutzfläche im Erdgeschoss, das Obergeschoss mit rund 330 Quadratmetern wird vermietet. Dazu gehört ein neues Raumkonzept, eine neue Beratungssituation, eine Lounge mit Kunden-Tablet, ein Familien-Beratungszimmer mit zeitgemäßer Kinder-Spielecke, Fotomotive aus der Region, modernste Technik. Echtholz-Elemente stehen nicht nur für die Region, sondern auch für Nachhaltigkeit. Energetisch –eine Fotovoltaik-Anlage ist eingebaut – und technisch ist die Filiale ohnehin auf dem neuesten Stand: Es gibt Geldeinzahl- und Ausgabeautomaten sowie einen Münzrollengeber, die von 5 bis 23 Uhr nutzbar sind, zudem einen 24 Stunden verfügbaren Geldautomaten, der von außen bedienbar ist.

Eine weitere Neuerung: Kunden können mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle auf Wunsch auch per Videoberatung kommunizieren, aber natürlich auch vor Ort. „Wir wollten eben keine Filiale von der Stange, sondern einen Ort, der genau hierher passt, hier in den Westerwald, hier nach Dierdorf, hier ins Gewerbegebiet Märkerwald“, erklärte Kölbach.

Marktbereichsleiter Andreas Veith erinnerte an die Erfolgsgeschichte der Genossenschaftsidee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, die auch im Westerwald ihren Ausgang nahm, dankte dem Dierdorfer Team für das Engagement in den letzten Wochen und unterstrich mit Blick auf die neue Filiale: „Hier stecken eine Menge Herzblut und Heimat drin!“

Für den DG-Verlag erläuterte Vorstandsmitglied Mark Wülfinghoff die Bedeutung der Filiale in der Königsberger Straße, für die DZ Privatbank, die hier ebenfalls präsent sein wird, waren Alexander von Gilsa, Niederlassungsleiter Frankfurt und Leipzig und Thomas Knackstedt, Vertriebsdirektor, nach Dierdorf gekommen. Die Architekten Gunther von Wolff von der 3X Banktechnik GmbH im baden-württembergischen Heiningen und Elmar Wegenaer vom DG-Verlag erinnerten bei der Schlüsselübergabe an die Entstehung der Filial-Ausstattung und den Anspruch, die Meinung von Kunden und Mitarbeitern dabei zu berücksichtigen. Der Schlüssel war diesmal kein symbolisches Riesenexemplar, sondern ein ganzer Bund kleiner Schlüsselchen, aus denen Veith den passenden heraussuchen soll.

Verbandsbürgermeister Horst Rasbach unterstrich die regionale Bedeutung der Westerwald Bank und der Regionalbanken insgesamt. Nachdem der Schock des Wegzugs aus der Innenstadt überstanden ist, hofft der Bürgermeister, dass die zukünftigen Mieter im Obergeschoss die örtliche Geschäftswelt bereichern und nicht weiter Läden aus der Innenstadt abziehen werden.

Die passende Musik zur Eröffnung spielte virtuos das Blechbläserensemble des Martin-Butzer-Gymnasiums unter Leitung von Dr. Klaus Winkler.

Während der inoffiziellen Schlussphase, in der alle Besucher zu einem Imbiss und Rundgang durch die Bankräume eingeladen waren, gab es musikalische Untermalung durch die Jazzcombo „OnCue“. htv


Video von der Eröffnungsfeier

       
       
       
       
       
       
 
Nachricht vom 08.12.2018 www.nr-kurier.de