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Politik
Zeichen gegen den Gestank rund ums Distelfeld setzen
Es stinkt immer wieder rund ums Distelfeld. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beklagen sich seit Jahren über den immer wieder auftretenden Gestank. Bei einer sehr gut besuchten Bürgerversammlung mit Landrat Achim Hallerbach und Oberbürgermeister Jan Einig berichteten zahlreiche Gäste von ihren negativen Gestankserlebnissen.
Die Petition gehört zu einem der Ergebnisse aus dem Bürgerforum in Heddesdorf. Foto: privatNeuwied. Ein Ergebnis der Versammlung war der Start einer Petition an das rheinland-pfälzische Umweltministerium: www.openpetition.de/schlussmitdemgestank.

„Wir müssen uns jetzt solidarisch zusammenschließen, um ein starkes Zeichen an die verantwortlichen Behörden zu senden“, betonen der stellvertretende SPD-Stadtverbandsvorsitzende Conrad Lunar und der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Hahn. Daher lautet die Forderung in der gemeinsamen Petition: Der für viele Menschen und Unternehmen unerträgliche Gestank rund um das Gewerbegebiet Distelfeld in Neuwied und zahlreichen Wohngebieten der Stadt muss ein Ende haben! Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten wird aufgefordert die SGD Nord umgehend anzuweisen, die unerträgliche Geruchsbelästigung durch geeignete Maßnahmen abzustellen.

Bereits im Januar 2017 habe der damalige Oberbürgermeister Nikolaus Roth auf massive Geruchsbelästigungen im Umfeld des Gewerbegebietes Distelfeld hingewiesen. Als deren Verursacher benannte er dabei die Firma Suez und forderte die zuständige Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD Nord) zu einem intensiven und nachhaltigen Vorgehen auf.

„Trotz dieser Initiative hat sich an der Situation bis heute nichts verändert. Ganz im Gegenteil: der ekelhafte und Übelkeit erregende Gestank hat sich in den vergangenen Monaten weiter verstärkt. Teilweise ist der beißende Geruch kilometerweit zu riechen“, hält Martin Hahn fest und Conrad Lunar weiß zu berichten: „Nicht nur zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeiter der im Umfeld angesiedelten Unternehmen, wenden sich seit Monaten an Behörden und Kommunalpolitik, auch Schulen und Kindertagesstätten beklagen massive Einschränkungen in ihren Tagesabläufen durch den Gestank.“

Die Folgen seien in vielen Fällen Einschränkungen der Lebensqualität bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zudem werde der Wirtschaftsstandort und der Tourismus in Neuwied nachhaltig geschädigt. „Zahlreiche Interventionen bei der SGD Nord wurden und werden offensichtlich nicht ernst genommen und überheblich sowie argumentativ nicht nachvollziehbar abgekanzelt“, klagen die beiden Petenten. „Wir müssen parteiübergreifend und an der Sache orientiert unser Anliegen formulieren und laden alle Kämpfer gegen den Gestank zur Mitwirkung ein“, erklären Hahn und Lunar. Wichtig sei zudem neben der Unterschrift und Werbung für die Petition, die Meldung von Geruchsbelästigungen an die SGD Nord auf deren Homepage oder per Email. (PM)
Nachricht vom 30.08.2018 www.nr-kurier.de