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Manfred Scheid dominiert S-Springen beim RV Kurtscheid
Der Reiterverein Kurtscheid (RVK) und das Pferdesportzentrum Birkenhof kamen erstmals als Veranstalter mit der Austragung der Landesmeisterschaften Rheinland-Pfalz in Dressur und Springen zum Zuge. Ausschlaggebend war der neue Springplatz, der jetzt die erforderlichen Ausmaße besitzt. Manfred Scheid kam auf dem Platz bestens zurecht. Er brachte beim S**-Springen alle drei Pferde ins Stechen. Er war der einzige Reiter mit Null-Fehler-Ritten.
Manfred Scheid dominiert S**-Springen beim RV Kurtscheid. Fotos: Helmi Tischler-Venter und Wolfgang TischlerBonefeld. Die Höhepunkte des Turnierwochenendes vom Freitag bis Sonntag, den 15. Juli waren zweifelsohne die Dressurprüfung Klasse S* und das Springen der Klasse S** mit Stechen. Am Wochenende wurden auch gleichzeitig die Landesmeister gekürt. Möglich wurden die Meisterschaften für den Reiterverein (RV) Kurtscheid nur, weil der Verein und das „Gut Birkenhof“ kräftig in den Springplatz investiert hatten. Von der Größe und der Bodenbeschaffenheit ist er nun meisterschaftstauglich.

In der schweren Springprüfung startete auch die Lokalmatadorin Isabell Gerfer. Sie hatte im Umlauf einen Abwurf und landete am Ende auf Platz neun. Der Star des Springens war ganz klar Manfred Scheid vom Reiterverein Montabaur-Horressen. Bevor er in den Parcours ging, hatte er in der Meisterschaft bereits einen deutlichen Vorsprung. Er konnte sich vier Fehlerpunkte leisten und wäre damit noch Meister geworden. Mit seinem Pferd „Vitus K“ legte er jedoch eine fehlerfreie Runde hin und konnte nach dem letzten Sprung über die klar gewonnene Landesmeisterschaft jubeln.

Als zehnter Starter legte Scheid den ersten fehlerfreien Ritt im Umlauf hin. Er war noch mit den Pferden „Chesmu KJ“ und „Leotie KJ“ in der Wertungsprüfung. Auch mit diesen beiden Pferden blieb er fehlerfrei. Am Ende war er der einzige Reiter, der es ohne Fehler schaffte. Das Reglement sieht in diesem Fall vor, dass es kein Stechen gibt, sondern alle Pferde des Reiters Scheid auf Platz eins gesetzt werden.

Die Landesmeisterschaften im Dressurreiten wurden auf dem großen Viereck im Rosengarten des Guts Birkenhof ausgetragen. Höhepunkt war die Dressurprüfung Klasse S* Prix St-Georges-Kür am Sonntagnachmittag, bei der sowohl Choreographie als auch die Harmonie zur Musik und der jeweilige Schwierigkeitsgrad von der Jury bewertet wurden.

Lange sah es so aus, als werde der Vorjahres-Vize der Jungen Reiter Christian Alsdorf, der am Vortag das Goldene Reitabzeichen verliehen bekommen hatte und als Dritter im Viereck gestartet war, den Sieg davontragen vor der Titelverteidigerin Sophie Stilgenbauer, die mit dem eleganten „Scharon 17“ gleich danach ihre exakte Kür zeigte.

Schon beim Einreiten ließ Paula Braun „I’m happy“ erklingen, aber weder sie noch die nachfolgende Celine Geissler wurden durch die schmissige Musik auf das Siegertreppchen getragen. Die erste Bewerberin bei der Gruppe der „Reiter“ war Roxana Mohr. Ratlosigkeit machte sich bei den Technikern und Richtern breit und Aufregung bei der Reiterin, denn ihre CD lief nicht. Nach einigen bangen Minuten konnte der Stadionsprecher scherzen, weil das Problem behoben worden war und „Lesath“ seine Kür gehen konnte. Auch die Musik von Ann-Kathrin Horst-Saur musste zweimal gestartet werden. Marcel Kanz vom Rosenhof zeigte auf „Skarabeus 2“ eine starke Leistung, ebenso die Lokalmatadorin Denise Ewenz auf „Ruby’s Girl“ mit Trab-Passagen zu „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“. Denise landete am Ende auf Platz sechs.

Mit der Gemütlichkeit war es für die Wettbewerber vorbei, als Marie-Louise Colling auf „Wilhelm 39“ ihre Kür im Dressur-Viereck absolvierte. Ihre harmonische Darbietung wurde von den Richtern mit 72,350 Prozent bewertet und brachte dem Paar den Sieg ein.

Gerade bei den jüngeren Teilnehmern zählt die Landesmeisterschaft als wichtige Sichtung und Standortbestimmung auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft. Diese findet Anfang September in München statt. Alle Ergebnisse des Turnierwochenendes finden Sie hier im Internet. (htv/woti)s


       
       
       
       
       
       
 
Nachricht vom 16.07.2018 www.nr-kurier.de