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Öffnung des Urbacher Freibades in großer Gefahr
Die Öffnung des Urbacher Freibades ist in diesem Jahr fraglich, denn bislang ist noch kein neuer Pächter für den Kiosk gefunden. Der wird aber dringend gebraucht, weil er auch die Eintrittskarten verkauft. An das Freibad denkt von September bis Anfang Mai kaum jemand. Die Ortsgemeinde ist aber mit dem Thema auch den Rest des Jahres beschäftigt. Die Anlage wird außer Betrieb genommen, die Pflanzflächen weiter gepflegt, Beckenaufsichten erneuern ihre Lizenzen und vieles mehr.
Foto: OrtsgemeindeUrbach. Die Badegäste erinnern sich erst wieder an ein Bad, wenn die Temperaturen steigen und mit ihnen die Lust auf einen Freibadbesuch. Was dabei hinter den Kulissen alles erforderlich ist, interessiert kaum jemanden. In jedem Jahr kostet das Bad mehr, als es einbringt. Dennoch sind die Verantwortlichen in Kirchspiel und Gemeinde der Auffassung, dass das einzige Freibad in der Verbandsgemeinde Puderbach auch weiterhin erhalten werden soll.

Seit feststeht, dass der bisherige Kioskbetreiber nicht mehr zur Verfügung steht, sucht die Gemeinde einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. Der Kartenverkauf kann ohne Kiosk nicht geregelt werden. „ Die Idee eigenes Personal hierfür einzustellen verkennt die Lage. Bei einem Bombensommer stehen drei Monate mit durchgehend sieben Tagen Arbeit auf dem Programm. Wenn wir hierfür ausreichend Beschäftigte einstellen wollen, wird die Saison unbezahlbar“, kommentiert die Ortsbürgermeisterin.

Ein Zahlautomat bedarf Umbauarbeiten am Eingang und käme ebenfalls Kosten in fünfstelliger Höhe. Außerdem ist ein Eis oder eine Portion Pommes auch das, was einen Familienbesuch im Freibad ausmacht, ohne Kioskbetrieb würde die Attraktivität des Bades und damit auch Einnahmen deutlich sinken. Noch ist die Saison nicht abgesagt. Interessenten können sich bis Pfingsten bei der Ortsgemeinde Urbach melden (Telefon 02684 95 87 72 oder kontakt@urbach-ww.de).
Nachricht vom 06.05.2018 www.nr-kurier.de