NR-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Neuwied
Region
Mit Förster Rainer Kuhl rund um den Wilden Stein
Rund 40 Teilnehmer aller Altersgruppen darunter auch Bürgermeister Otto aus Woldert mit seiner Gattin sowie das Jagdpächter-Ehepaar waren der Einladung des Oberdreiser Revierförsters Rainer Kuhl gefolgt, um eine Entdeckungsreise rund um den Wilden Stein zu erleben. Rainer Kuhl bietet schon seit einigen Jahren im Frühjahr eine Waldexkursion an abwechselnden Orten seines Forstrevieres an. Und wieder einmal sollten die Erwartungen weit übertroffen werden.
Foto: privatOberdreis. Der Wilde Stein ist eine Basalt-Felsformation vulkanischen Ursprungs im Waldgebiet oberhalb des Wolderter Ortsteiles Hilgert. Ein Nachbau als Springbrunnen wurde vor Jahren in der Ortsmitte von Hilgert errichtet. Hier startete nach kurzer Begrüßung und ersten Informationen zur Entstehung des Basaltes die Wanderung zum nahegelegenen Wald. Bei bestem Wetter und fast sommerlichen Temperaturen konnte man schon erste Blüten und Knospen entdecken. Zu allen Baumarten, ihrem Standort, ihrem Alter und der Verwertung hatte Rainer Kuhl interessante Informationen dabei.

Da dieses Jahr das Motto dem Bodengestein gewidmet war gab Rainer Kuhl viel Fachwissen über den Aufbau des Waldbodens bestehend aus dem Grundgestein, dem mineralischen Unterboden und der Humusschicht weiter. Da der Wald auch ein riesiges Wohnzimmer für viele Tiere verschiedener Arten ist, muss der Revierförster immer auch die Bewohner des Waldes im Blick haben. Daher führte die Wanderung auch zu einem riesigen Dachsbau, der schon seit Jahren von Dachs und Fuchs gemeinsam bewohnt wird.

Hier wusste Kuhl interessante Details zur den Tieren und ihrem Verhalten im Wald zu berichten. Der Wilde Stein am höchsten Punkt des Waldgebietes durfte im Laufe der Wanderung von den Kindern unter Aufsicht der Eltern bestiegen werden. Der Höhepunkt der Veranstaltung wartete dann am Ende der Wanderung. Rainer Kuhl hatte wieder seine Frau Annegret und seine Tochter Teresa eingespannt. Die beiden hatten mit viel Liebe, Aufwand und Mühe Kaffee, Kaltgetränke und selbstgebackenen Kuchen aufgetischt. Bei Sonntagswetter im Wald auf Tannenholzbrettern serviert; ein kaum zu überbietendes Erlebnis. Bei der Verabschiedung waren sich alle Teilnehmer einig; das war wieder eine sehr schöne und lehrreiche Aktion im Wald direkt vor der Haustür. Groß und Klein sind schon gespannt, wie das Motto im nächsten Jahr lauten wird, wenn es wieder heißt: Mit dem Förster…
Nachricht vom 18.04.2018 www.nr-kurier.de