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Wochen gegen Rassismus vom 7. bis 25. März
Leider verdeutlichen die derzeitigen Entwicklungen, dass rassistische Ablehnung und Abwertung von Migranten sowie vermeintlich „Anderen“ in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist. Das führt immer wieder dazu, dass immer mehr Menschen aufgrund ihrer Kultur, Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Orientierung eine Benachteiligung bis hin zur Ausgrenzung erfahren. Daher sollte man sich immer und überall entschlossen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit aussprechen und für Solidarität, Zusammenhalt und Gerechtigkeit eintreten.
Grafik: Stadt NeuwiedNeuwied. Mit der Beteiligung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) der gleichnamigen Stiftung möchten Neuwieder Institutionen, Organisationen und Bürger ein solches Signal senden und sich für ein starkes Miteinander einsetzen. Die bundesweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus werden in der Stadt Neuwied vom 7. bis 25. März durchgeführt und stehen unter dem Motto: „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus“.

Für Bürgermeister Michael Mang eine Selbstverständlichkeit: „Rassismus richtet sich nicht nur gegen Menschen, deren Wurzeln in einem anderen Land als Deutschland liegen, Rassismus gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir alle, in der Neuwieder Geschichte begründet, uns gemeinsam gegen Ausgrenzung engagieren. Und wie vielfältig das sein kann, zeigt das Programm und seine Organisatoren der Internationalen Wochen gegen Rassismus.“

Am Mittwoch, 7. März, startet die IWgR um 20 Uhr mit dem Film „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ im Rahmen des Mittwochskinos in der Schauburg, Heddesdorfer Str. 84, Neuwied. Der Streifen handelt von Rassismus, Polizeigewalt und Selbstjustiz im Herzen Amerikas.

Einen Tag später dreht sich im Amalie-Raiffeisen-Saal der VHS Neuwied um 17.30 Uhr alles um den Internationalen Frauentag. Nach einer fachlichen Einführung wird ein Spielfilm zum Thema „1918 – 2018: 100 Jahre Frauenwahlrecht“ gezeigt und es besteht im Anschluss Gelegenheit, um sich auszutauschen. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung unter 0261-303 060 oder koblenz@dgb.de gebeten.

Das Dekanat Rhein-Wied zeigt während der Wochen gegen Rassismus an unterschiedlichen Orten die Wanderausstellung „Jenseits von Lampedusa – Willkommen in Kalabrien“. Gezeigt werden Bilder von Menschen und Gemeinden aus dieser Region im Süden Europas, die versuchen, Flüchtlinge aufzunehmen und von dieser Entwicklung besonders betroffen sind. Am Freitag, 9. März, 18 Uhr, wird die Ausstellung im Pfarrheim Neuwied-Gladbach eröffnet. Im Anschluss erfolgt ein interkultureller Austausch bei einem internationalen Essen, das von Flüchtlingen zubereitet wird. Am Samstag, 10. März, widmet sich der Jugendgottesdienst um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Heimbach-Weis diesem Thema. Im Anschluss kann die Ausstellung besichtigt werden. Die Finissage mit der Ausstellungs-Herausgeberin Anna Tüne beginnt am Sonntag, 11. März, um 18 Uhr in der Pfarrkirche Block.

„Wer bringt den Geflüchteten bei, wie in Neuwied eigentlich die Mülltrennung geht?“ lautet der Titel des Vortrags von Dr. Charles Boris Diyani Bingan am Dienstag, 13. März, um 19 Uhr in der VHS Neuwied. Der Dozent für Deutsch als Fremdsprache geht auf die interkulturellen Aspekte in der Vermittlung von Alltagsregeln ein.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen der Wochen gegen Rassismus gibt es unter www.neuwied.de/gegen-rassismus.html. Weitere Informationen zu den Wochen gegen Rassismus gibt es bei der Integrationsbeauftragten der Stadt Neuwied, Dilorom Jacka, unter 02631 802284 oder djacka@neuwied.de.
Nachricht vom 03.03.2018 www.nr-kurier.de