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Künstlerische Eindrücke von der Seidenstraße
Einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Seidenstraße, die als Netz von Karawanenstraßen Mittelasien mit China verband, bietet ab Mittwoch, 28. Februar, eine Ausstellung im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum Bendorf. Unter dem Titel „Die Seidenstraße - Auf den Spuren Alexanders des Großen und Marco Polos“ lassen Reisefotografien und Metallkunst von Axel Hausberg und Friedhelm Pankowski Länder wie Tadschikistan und Usbekistan für die Besucher lebendig werden.
In der Ausstellung „Die Seidenstraße“ sind ausdrucksstarke Fotografien von Axel Hausberg zu sehenBendorf. Im Südosten von Usbekistan fand man in der Teschik-Tasch-Höhle 70.000 Jahre alte Knochen, die beweisen, dass hier einst Neandertaler lebten. Seitdem hat das Gebiet in Zentralasien viele Veränderungen erfahren, die Geschichtsbücher gefüllt und regt Phantasie vieler Menschen bis heute an. Die Perser beherrschten das Gebiet bis Alexander der Große im 4. Jahrhundert Persien eroberte. Der Islam ist seit dem 8. Jahrhundert durch Eroberungen und Austausch durch Handel die vorherrschende und geschichtsformende Religion.

Samanieden, Mongolen und Chinesen herrschten über die Völker und hinterließen Spuren ihrer Kultur – auch in den Gesichtern der Menschen. So sind unter anderem Fotos einer Oasenstadt zu sehen, die schon Marco Polo im 13. Jahrhundert beschrieb. Außerdem erwarten die Besucher Bilder von Moscheen und Medresen, die unter den Herrschern Tamerlan und Ulugh Beg gebaut wurden und auch die sowjetische Herrschaft überstanden haben. Die ausdrucksstarken Fotografien von Axel Hausberg zeigen einen kleinen Ausschnitt aus Baukultur und Alltag einer „neuen alten“ Region Zentralasiens.

Dazu präsentiert der Metallkünstler Friedhelm Pankowski beeindruckende künstlerische Metallarbeiten unter anderem in Treibtechnik ausgeführt, eine Technik, die auch in Zentralasien eine lange Tradition besitzt. Die Ausstellung wird am 28. Februar um 19 Uhr eröffnet und ist bis Sonntag, 15. April, täglich zwischen 10 und 18 Uhr zu sehen.
   
Nachricht vom 20.02.2018 www.nr-kurier.de