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Kultur
„Der Mönch von Rommersdorf“ und seine bewegende Geschichte
Geschichte einmal ganz anders präsentierte Boris Weber von der Freien Bühne Neuwied in seiner inzwischen 214. Vorstellung der szenischen Führung „Der Mönch von Rommersdorf“. In der Rolle des letzten überlebenden Mönches in der Abtei geht er mit seinen Besuchern verschiedene Orte in der Abtei, wie zum Beispiel den Kapitelsaal, den Innenhof oder das Sommerrefektorium ab und erzählt seine Geschichte vom Eintritt ins Kloster bis zu seinen letzten Stunden.
Boris Weber war schon mehr als 250 Mal als "Mönch von Rommersdorf" unterwegs. Foto: PrivatNeuwied. Er schildert nicht nur den historischen Rahmen, sondern lässt die Besucher auch an den Gefühlen und Gedanken teilhaben, die den Mönch bewegt haben können. Er spricht von der Gemeinschaft im Glauben, aber auch von der Einsamkeit, von streng geregelten Tagesabläufen, aber auch von vielen positiven Erfahrungen. Die mit Kerzen stimmungsvoll beleuchteten Räume schaffen ein wunderbares Ambiente für die historischen Ereignisse.

Im Sommerrefektorium gab es Brot und Wein, bevor sich die zahlreichen Besucher zu den weiteren Stationen auf den Weg machten. Zum Abschluss wusste Boris Weber noch davon zu berichten, dass keine dieser Führungen der anderen gleicht und sie auch genau aus diesem Grund nie langweilig waren oder werden. Da ging schon einmal eine Gruppe auf dem Weg verloren, weil der Rotwein noch nicht leer war oder alte Bekannte aus der Heimat platzten mitten in der Vorstellung mit Anekdoten heraus. Auch ein vergessener Ehering sorgte schon für skurrile Situationen. Aber genau dies macht diese Nähe und Authentizität machen die Vorstellungen der Freien Bühne so wunderbar lebendig.

Entstanden war das Stück „Der Mönch von Rommersdorf“ bereits 2002 aus der Feder von Boris Weber, danach verschwand es bis 2009 in der Versenkung und tauchte dann wieder auf. Seitdem hat es sich in der Abtei Rommersdorf als fester Programmpunkt etabliert.

Wer noch mehr vom vielfältigen Können der Freien Bühne Neuwied sehen möchte, hat in nächster Zeit durchaus Gelegenheit dazu. Am Silvesterabend präsentiert Boris Weber einen Liederabend mit Kreisler & Co für die Freunde des schwarzen Humors. Am 27. Januar 2018 und 10. März 2018 geht es im Bürgerhaus Block mit dem aktuellen Stück „Campingplatz Sardella“ weiter – eine wunderbar bunte und schrille Komödie über das Recht zu campen. Wer alle Termine im Überblick haben möchte, findet diese auf der Homepage der Freien Bühne unter www.freie-buehne-termine.de.
Nachricht vom 24.12.2017 www.nr-kurier.de