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Stadt Neuwied renaturiert den Aubach
Der Aubach wird, kurz bevor er in Niederbieber in die Wied mündet, sein Gesicht leicht verändern. Im Zuge einer Renaturierungsmaßnahme werden ein Wehr zurückgebaut, einige alte Bäume abgeholzt und neue gepflanzt. Auf einer Länge von rund 150 Metern wird der Lauf des Aubachs entlang des Kirmesplatzes renaturiert.
Dieses Wehr im Aubach wird im kommenden Jahr zurückgebaut. Foto: Stadt NeuwiedNeuwied. Wichtigste Maßnahme dabei ist das Rückbauen der Wehranlage Biensmühle, die sich in der Mitte des Bachs befindet. Diese Maßnahme hat ein Ziel. Die Wasserstruktur des Aubachs soll verbessert werden; sprich: Man will sich wappnen, damit es bei Starkregen nicht zu unliebsamen Überschwemmungen kommt. Bislang hatte es bei Hochwasser im Bereich des Wehrs Probleme mit dem Ablaufen der Fluten gegeben. Diese Bauarbeiten sollen laut Planung im Januar kommenden Jahres beginnen – falls Witterung und Wasserstand es erlauben.

Um diese Maßnahme sinnvoll zu gestalten, müssen nach Auskunft der Verwaltung jedoch zunächst etwa zehn Bäume gefällt werden. Dabei handelt es sich vor allem um alte Fichten und kleine Weiden sowie um einige Sträucher und Hecken. Die Aktion soll bereits in der Woche vom 18. bis 22. Dezember erfolgen. Oberbürgermeister Jan Einig hat Ortsvorsteher Manfred Keller kürzlich über die notwendigen Maßnahmen informiert. Auch die Anwohner wissen schon Bescheid. Die Pläne für die Neubepflanzung stehen längst. So können sich die Niederbieberer auf einige Schwarzerlen und Korbweiden freuen, Bäume, die den Charakter eines Bachlaufs besser betonen als die bisherigen. Zudem lässt die Verwaltung auch zahlreiche schön blühende Wasserlilien setzen.

Von der Maßnahme, die zu 90 Prozent vom Land mittels der „Aktion Blau“ gefördert wird, profitiert auch die Feuerwehr. Die Wasserentnahmestelle lag bislang direkt neben dem Wehr, nun wird eine komplett neue Konstruktion gebaut. Künftig können die Wehrleute Löschwasser aus einem gesonderten Schacht entnehmen, der vom Aubach gespeist wird. Nicht betroffen von den baulichen Veränderungen ist der historische Steinbogen, der sich über die Biegung des Aubachs spannt. Das zwar kleine, aber dennoch prägende Bauwerk bleibt auf jeden Fall erhalten.


Nachricht vom 14.12.2017 www.nr-kurier.de