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Kultur
Konzert von Josef Marschall: „electronic manoeuvres“
Der Reiz, einen „Bildersturm“ auch musikalisch zu inszenieren und klassische Literatur der Musikgeschichte im zeitgenössischen Klangerlebnis elektronischer Musik zu „reformieren“, war für den Komponisten und Synthesisten Josef Marschall die Initialzündung zu einem einzigartigen Projekt. Im Rahmen der Ausstellung „Bildersturm“ im Kultursommer Rheinland-Pfalz in der Katholischen Pfarrkirche St. Martin in Linz am Rhein, Samstag, den 10. Jun um 19:30 Uhr.
Foto: VeranstalterLinz. Im Zentrum dieses Projektes steht die elektronische Uraufführung von Gustav Holsts spätromantischer Komposition „Die Planeten“. Er adaptierte die siebenteilige Suite für großes Orchester und arrangierte sie für zwölf Syntheziser. Die Suite fasziniert in ihrer musikalischen Tiefe, die im Gewand der Planeten die großen Existenzfragen des Lebens zum Klingen bringt. In der sensiblen Interpretation von Josef Marschall entfaltet diese Komposition ganz eigene Ausdruckskraft, die in der Kirche St. Martin einen ihrem spirituellen Inhalt entsprechenden Resonanzraum findet.

Die ganz eigenen Klang- und Interpretationsmöglichkeiten elektronischer Musik werden im weiteren Programm an Transkriptionen bekannter Kompositionen von Bach, Debussy und Ravel für den Musikliebhaber wahrnehmbar.

Dieses besondere Konzert öffnet für den Zuhörer ein außergewöhnliches Hörerlebnis zwischen Tradition und Gegenwart, in dem Vertrautes neu zum Klingen kommt.

Josef Marschall, studierte Komposition und Klavier in Graz und Wien. Das Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne fasziniert den Künstler, wobei die Herausforderung, elektronische Musik und klassische Komposition miteinander ins Spiel zu bringen, einen besonderen Reiz auf den Synthesisten ausübt und zu einem Schwerpunkt seines Schaffens geworden ist.
Nachricht vom 26.05.2017 www.nr-kurier.de