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NABU wirbt um Gastfreundschaft für Schwalben
Schwalben gehören zu den ersten Langstreckenziehern, die aus ihren mehrere tausend Kilometer entfernten Überwinterungsgebieten südlich der Sahara zurückkehren. Bei uns verbringen die als Glücksbringer geltenden Vögel ihre Brutzeit. Damit sich ihre abnehmenden Bestände wieder stabilisieren, sind sie auf die Gastfreundschaft des Menschen angewiesen, darauf weist der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald hin.
Rauchschwalbe. Foto: Marcel WeidenfellerHoller. Der mit der Intensivierung der Landwirtschaft einhergehende Rückgang an Insekten, die gerade während der Jungenaufzucht die Hauptnahrung für Schwalben und andere Vogelarten darstellen, macht den Tieren erheblich zu schaffen, so der NABU. Dazu kommt, dass die Schwalben Probleme haben, Nistmöglichkeiten zu finden: „Mehlschwalben bauen ihre Nester an Häusern, allerdings fehlt es in der versiegelten Landschaft mittlerweile vielerorts an feuchtem Lehm, den die Tiere zusammen mit Pflanzenhalmen als Baumaterial nutzen“, erklärt Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

Abhilfe schaffen kann man durch das Anlegen von Schlammpfützen, die häufig schon nach kurzer Zeit eine Menge Vögel anlocken. Gerade bei glatten Fassaden, an denen der Lehm nicht haften bleibt, können dünne Leisten als Nisthilfen oder auch Kunstnester angebracht werden. Um eine Fassadenbeschmutzung auf einfache Weise zu verhindern, kann laut NABU unter dem Schwalbennest ein sogenanntes Kotbrett installiert werden. „Die Vögel sind als Gebäudebrüter in besonderem Maße auf unsere Toleranz angewiesen. Gerade für die Rauchschwalben haben sich die Lebensbedingungen verschlechtert, da sie ihre Nester vor allem in Kuh- und Pferdeställen bauen, diese aber zunehmend verschlossen werden. Wir empfehlen deshalb, mit Ankunft der Schwalben Fenster von Ställen, Schuppen und Garagen zu öffnen oder gekippt zu lassen“, so Krause-Heiber abschließend.
(PM NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald)
Nachricht vom 10.04.2017 www.nr-kurier.de