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LG Rhein-Wied setzt auf bewährte und neue Talente
„Die Zeichen stehen gut für die lang ersehnte neue Sport- und Trainingshalle in Neuwied, die dem Kader unserer aktiven Sportlerinnen und Sportlern optimale Vorbereitungs- und Trainingsmöglichkeiten bietet. Davon kann und wird die erfolgreichste Leichtathletikgemeinschaft in Rheinland-Pfalz, die LG Rhein-Wied, sicher sehr profitieren, so dass unsere herausragende Leistungsbilanz noch einmal verbessert wird. Denn mit der neuen Halle kann die Leichtathletikgemeinschaft noch erfolgreicher durchstarten“, äußert der Vorsitzende der LG Rhein-Wied, Erwin Rüddel.
Vorsitzender Erwin Rüddel (Bildmitte) freut sich über die sportlichen Erfolge sowie das Für- und Miteinander in der LG Rhein-Wied. Foto: PrivatKreisgebiet. Nachdem der Kreistag einem Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro zugestimmt hat, hegt die LG keinen Zweifel daran, dass die Stadt Neuwied sich ebenfalls mit einem Zuschuss beteiligt. Dankbar ist die LG der Stadt für die Bereitstellung des Grundstücks. Verhandlungen mit dem Land stehen an. „Mit Sportminister Lewentz haben wir einen Gesprächstermin nach Karneval und wir hoffen, dass auch das Land grünes Licht gibt“, informieren die LG-Geschäftsführer Martin Schmitz und Andreé Kazmirek. „Mit Begeisterung zur Höchstleistung“, hat sich die LG Rhein-Wied auf die Fahne geschrieben.

Schließlich ist es die LG, die der Deichstadt in der deutschen Leitathletik-Szene zu einem exzellenten Namen verholfen hat. „Wir haben das große Glück immer wieder neue Talente hervorzubringen, die bei nationalen und internationalen Meisterschaften Top-Platzierungen erreichen und Medaillen gewinnen. In der LG Rhein-Wied kann Leichtathletik auf hohem Niveau betrieben werden. Der DJK Neuwieder LC arbeitet mit der DJK Andernach zusammen und bildet seit 1974 die Startgemeinschaft aus Andernach und Neuwied“, stellt der LG-Vorsitzende heraus.

Dass Lichtathletik eine starke Anziehungskraft auf Talente aus der Region ausübt, verdeutlicht sich beispielgebend an fünf Ausnahmesportlern. Das Aushängeschild der LG Rhein-Wied ist Kai Kazmirek. Der 1991 geborene vielseitige Athlet tritt in der Königsdisziplin, dem Zahnkampf, an. Allein die Bilanz des vergangenen Jahres kann sich sehen lassen: 3. Platz Mehrkampfmeeting Götzis, 1. Platz Deutsche Meisterschaft Mehrkampf Halle Siebenkampf, 5. Platz Deutsche Meisterschaft Hochsprung, 2. Platz Mehrkampfmeeting Ratingen und 4. Platz Olympische Spiele Rio. Derzeit bereitet sich Kai Kazmirek auf die im August stattfindende Weltmeisterschaft in London vor.

Der auf 60, 100 und 200 Meter gesetzte und 1997 geborene Roger Gurski holte in 2016 Platz 6 bei der U20 Weltmeisterschaft über 200 Meter und den 3. Platz bei der U20 WM mit der 4x100 Meter Staffel. Als hervorragende Sportlerinnen der LG sind einmal mehr Sophia Junk, Jessica Roos und Maren Wilms zu nennen. Sophia Junk hatte bei ihren Disziplinen über 100 und 200 Meter ein sehr erfolgreiches Jahr 2015. So war sie unter anderem sehr erfolgreich bei der U18 Weltmeister- und Deutschen Meisterschaft. Jessica Roos ist ebenfalls bei der LG Rhein-Wied als erfolgreiche Leichtathletin gesetzt und das ebenfalls in den Disziplinen über 100 und 200 Meter. Beste Erfolge bei Deutschen und Rheinland Meisterschaften sind ihr nicht zu nehmen. Im Siebenkampf und über 400 Meter Hürden überzeugte Maren Wilms. Allein in 2016 erreichte sie jeweils den ersten Platz bei den Rheinland-Meisterschaften in den In den U18-Disziplinen 4x200 Meter Staffel und Weitsprung, sowie Platz 8 bei der Deutschen Meisterschaft Mehrkampf Halle Fünfkampf U18.

Die LG Rhein-Wied kann in diesem Jahr sieben Neuzugänge als Hoffnungsträger begrüßen: Rainer Macamo (Männer) Sprint / Weitsprung, Viktoria Müller (U23) – Hürden, Lisa Froebus (U23) – Sprint, Chris Leffler (U23) – Sprint, Thorben Schröders (U18) – Mehrkampf, Luca Hoffmann (U18) – Mehrkampf und Paul Thomas (U18) – Sprint / Weitsprung. Bis auf Paul Thomas nahmen alle 2016 in ihrer Altersklasse an Deutschen Meisterschaften teil.
„Die großartigen Erfolge unser Sportlerinnen und Sportler sind nicht zuletzt das Ergebnis des effektiven Zusammenwirkens von Sportlern, Trainern und Betreuern. Die Höchstleistungen und Erfolge sind zudem ein Ergebnis dafür, dass sportliches Für- und Miteinander bei der LG Rhein-Wied nicht nur er- sondern auch gelebt wird“, bekräftigt Erwin Rüddel mit dem Hinweis auf zwei in diesem Jahr anstehende besondere Sportereignisse, die von der LG ausgerichtet werden:

Das „Deichmeeting“, am Freitag, 12. Mai, bringt gleich Weltklasse ins Rhein-Wied-Stadion. Die besten Zehnkämpfer und Siebenkämpferinnen bestreiten in Neuwied einen aus vier Disziplinen bestehenden Mehrkampf, der der Vorbereitung auf die Höhepunkte der kommenden Saison, unter anderen der Leichtathletik WM in London, dienen soll. Nur wenige Stunden später am Samstag, 13. Mai, findet an gleicher Stelle die Rheinland-Meisterschaft der Jugend U20 und U16 statt. Dabei werden circa 300 Jugendliche aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz an den Start gehen.

„Deichlaufzeit“ ist am Freitag, 2. Juni. An diesem Tag heißt es wieder „auf, über und um den Deich“. Das Deichlaufteam rechnet auch in diesem Jahr wieder mit über 2.000 Teilnehmern, darunter circa 800 Schülerinnen und Schüler, die bei dieser Veranstaltung kein Startgeld zahlen. „Das ist eines unserer Alleinstellungsmerkmale, so Martin Schmitz. Den Abschluss des Leichtathletik-Programms bildet am Freitag, 8. September, der „Firmenlauf“ in Andernach. Dann laufen und feiern rund tausend Sportlerinnen und Sportler in den Rheinanlagen.
Nachricht vom 10.02.2017 www.nr-kurier.de