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Ein Sonntag im Wiedtalbad in Hausen
Das Wiedtalbad in Hausen wurde von Redakteuren der Kuriere getestet. Das Bad liegt idyllisch im Grünen, fast von allen Seiten von bewaldeten Bergrücken eingefasst. Zurzeit genießen die Gäste den Blick von innen durch große Glasscheiben, denn Außenbecken und Liegewiesen sind im Winter außer Betrieb.
Gemütlicher Ruheraum mit Kamin. Fotos: Touristinfo WaldbreitbachHausen. Unser Test-Schwerpunkt lag sowieso auf der Saunawelt. Das Schwimmbad war Sonntagmittags nur mäßig frequentiert. Lebhaft ging es in der attraktiven Kinderecke mit der breiten Rutsche zu, denn junge Eltern und Großeltern mit Kindern nutzten das Badeangebot im Wiedtal.

Die Dame am Empfang zeigte freundlich den Weg zum Saunatrakt und meinte aufmunternd: „Bei uns kann man sich nicht verlaufen, wir sind klein und kuschelig.“ Der Saunameister, der unseren suchenden Blick erkannte, erläuterte ebenso hilfsbereit die verschiedenen Saunaangebote: Im mit 60 Grad mäßig heißen Valo-Bad bestimmen ein Sternenhimmel und ätherische Öle die Atmosphäre. Im Hintergrund läuft leise instrumentale Musik. Entspannung für jeden Organismus.

Die feuchte Wärme des kleinen Dampfbades ist kraftvoll und weich zugleich.

Auf 80 Grad Celsius und Rosenaroma wirken in der Ruusu-Sauna beruhigend und aufhellend, Rosenquarzsteine schaffen eine außergewöhnliche Stimmung.

Die größte Sauna-Kabine ist mit rund 90 Grad auch die heißeste. Das Sauna-Blockhaus in der Außenanlage wirkt mit seinem mit den Jahren gedunkelten Holz und dem mit Sandsteinen abgemauerten Ofen wie eine Schihütte. In ihr werden von Saunameister Klaus zu jeder vollen Stunde Aufgüsse zelebriert. Er hatte am trüben Novembersonntag Orangenduft dabei. „Zur Entspannung, mit Zimt in der Fußnote für das Weihnachtsgefühl.“

Abkühlen kann man sich wahlweise in der Abkühlgasse oder in der Erlebnisdusche mit Schwall- und Regenbrause. Die Liegewiese im Saunagarten wurde nur von den ganz Harten genutzt, der Schlafraum mit Blick in den Garten war deutlich mehr frequentiert. Ein Ruheraum mit Kamin bietet ein gemütliches Ambiente. Dort kann man auch Essenspausen einlegen. Das Bistro zwischen Eingangsbereich und Schwimmbad rundet mit erfrischenden Getränken und leckeren Snacks das Urlaubsgefühl ab.

Zwischendurch schwammen wir ein paar Bahnen im angenehm temperierten Wasser des 25-Meter-Beckens. Die Bademeisterin berichtete stolz von ihren erfolgreichen Kinder-Schwimmkursen und den gut besuchten Wassergymnastik-Stunden. Alle überaus freundlichen Angestellten schätzen insbesondere die familiäre Atmosphäre des Wiedtalbades. Sie hoffen, dass ihre Arbeitsstätte auch nach der geplanten Fusion der Verbandsgemeinden Waldbreitbach und Rengsdorf wertgeschätzt wird. Unschätzbar wichtig ist das Bad nach Meinung aller für den Schulschwimmunterricht.

Unser Fazit: Das Wiedtalbad ist empfehlenswert wegen seines ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnisses – die Tageskarte kostet 14 Euro – und der heimeligen Atmosphäre. Das Personal ist außerordentlich freundlich und engagiert. Die Auswahl an saunatechnischen Angeboten ist überschaubar, aber durchaus ausreichend zum genussvollen Erholen. htv/woti
       
   
Nachricht vom 20.11.2016 www.nr-kurier.de