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Tödliches Ende eines Flugtages
Der Flugtag in Dierdorf-Wienau nahm am Samstag, den 3. September ein abruptes und tragisches Ende. Der Doppeldecker, der traditionell die Süßigkeiten über dem Flugfeld abwirft, stürzte aus noch ungeklärter Ursache kurz nach dem Abwurf neben dem Flugfeld ab. Der Pilot kam dabei ums Leben.
Fotos: Wolfgang TischlerDierdorf. Der Flugtag hatte so schön begonnen. Ab mittags herrschte Flugbetrieb. Die Maschinen starteten und landeten. Modellflugzeuge zeigte ihr Können. Ein Kunstflieger begeisterte die Zuschauer. Ein besonderes Highlight, insbesondere für die Kinder, ist jedes Jahr der Abwurf von Süßigkeiten, die an kleinen Fallschirmen auf das Flugfeld schweben. Nach der Freigabe stürmen die Kinder das Feld.

Als die Kinder die Süßigkeiten einsammelten und sich teils schon auf dem Rückweg befanden, zog der Doppeldecker neben dem Flugfeld seine Bahn. Er wurde sehr langsam und kam tief herunter. Plötzlich kippte er aus etwa 40 Metern Höhe vorne über, trudelte und schlug auf der Wiese neben dem Flugfeld mit einem dumpfen Knall auf.

Das Flugzeug fing sofort Feuer und stand noch ehe die ersten Helfer die Maschine erreichten in Vollbrand. Die Brandwache wurde von der Feuerwehr Elgert gehalten. Sie fuhr sofort los und konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und ablöschen. Der Pilot wurde noch lebend aus dem Wrack gerettet. Die Notärztin und der Rettungswagen waren ebenfalls am Flugfeld stationiert und sofort zur Stelle.

Weitere Feuerwehreinheiten aus Dierdorf und Puderbach wurden alarmiert, brauchten aber nur noch zum Teil helfend eingreifen. Der Rettungshubschrauber wurde alarmiert und landete. Während der notärztlichen Behandlung verstarb der Pilot. Das Flugfest wurde nach dem Unfall sofort abgebrochen. Notfallseelsorger waren vor Ort und betreuten die Ersthelfer.

Das Bundesluftfahrtamt ist eingeschaltet und wird die Ermittlungen zur Absturzursache übernehmen. Noch ist die Ursache des schlimmen Unfalls völlig unklar. (woti)
       
 
Nachricht vom 02.09.2016 www.nr-kurier.de