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Nachricht vom 20.06.2015
Region
Goldene Hochzeit der Partnerschaft Rheinbrohl - Bourcefranc
50 Jahre Partnerschaft Rheinbrohl – Bourcefranc - Le Chapus wird mit einem festlichen Programm der Rheinbrohler Gemeinde und Ortsvereine gewürdigt. Anlässlich des Jubiläums reisten rund 70 französische Gäste zu der Festwoche an, die aus Empfängen, Ausflügen und einem Festabend besteht.
Ortsbürgermeister Oliver Labonde (rechts) hieß die Teilnehmer des Festabends herzlich willkommen. Fotos: Simone SchwambornRheinbrohl. Der Festabend am Samstag, 20. Juni, war einer der Höhepunkte, die die französischen Gäste bisher in der Festwoche erlebten. Ortsbürgermeister Oliver Labonde hieß die Besucher der Partnerstadt im Rheinbrohler „Römersaal“ herzlich willkommen und bedankte sich bei Spendern und Helfern für die Unterstützung der Feierlichkeiten. Michaela Roos moderierte gekonnt durch den Abend, der von feierlichen Ansprachen und unterhaltsamen Darbietungen der Ortsvereine geprägt war.

„50 Jahre Partnerschaft Rheinbrohl – Bourcefranc – Le Chapus: eine Erfolgsgeschichte, die sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren keiner in Frankreich und Deutschland hätte vorstellen können“, erinnerten Labonde und Guy Proteau, Bürgermeister von Bourcefranc – Le Chapus, in einer gemeinsamen Ansprache an den Grundstein der Partnerschaft.

„Wir dürfen an dieser Stelle an René Delmond und Yves Moinard, zwei ehemalige Kriegsgefangene, erinnern und den Rheinbrohler Familien Müller und Schmitz für ihre damalige erbrachte Nächstenliebe und Menschlichkeit im Namen der Bürger unserer beider Gemeinden vom Herzen danken.“ Nach Ende des Krieges habe es 16 Jahre gedauert, bis Delmond und Moinard wieder den Weg nach Rheinbrohl fanden und bei dem damaligen Rheinbrohler Bürgermeister Ferdinand Schmitz eine Partnerschaft anregten.

Am 15. August 1965 hatten dann der französische Bürgermeister Camille Goupil und Schmitz die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die Festredner dankten auch Gaston Gibouin, der ebenfalls Kriegsgefangener war, aufgrund der Liebe in Rheinbrohl blieb und sich stets für die Belange der Partnerschaft einsetzte. Heute sei die lebendige Partnerschaft durch gegenseitige Besuche und Freundschaften geprägt. „Wir wünschen uns, dass diese festen Größen erhalten bleiben, aber auch neue, weitere Impulse die Freundschaft vertiefen und sich bis zum nächsten Jubiläum weiter entwickeln.“

In Namen der französischen Gäste bedankte sich Marie Andrée, Präsidentin des Freundschaftskomitees aus Bourcefranc – Le Chapus, für den herzlichen Empfang in Rheinbrohl. Man werde unvergessliche, schöne Erinnerungen nach Frankreich mitnehmen. Jugendaustausche, Pfadfinder, Astrid Lindgren-Grundschüler, Alte Herren Fußballverein, Feuerwehr und „Pedalexpress“: Sie lebten beziehungsweise leben die Partnerschaf, sagte Aloys Rott, Vorsitzender des Freundeskreises Rheinbrohl-Bourcefranc: „Dank der gegenseitigen Besuche und persönlichen Kontakte wird die Partnerschaft gelebt. Sie ist bereichernd und unbedingt erhaltenswert. Deshalb mein Appell an die nächste Generation: Wir sollten nach der Goldenen Hochzeit die Diamantene Hochzeit ins Auge fassen.“

Umrahmt wurde die Festveranstaltung unter anderem mit dem Singen der französischen und deutschen Nationalhymne, Auftritt des Männergesangsvereins, Strolche, Rasselbande und den Grußworten der Weinkönigin Esther Vennemann. Am Mittwoch, den 24. Juni endet das einwöchige Besuchsprogramm der französischen Gäste. Simone Schwamborn
   
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