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Pressemitteilung vom 04.11.2026
Region
Abtei Rommersdorf erhält weiteren Teil des ehemaligen Wirtschaftshofs
Die Rheinische Bodenverwaltung AG hat der Abtei Rommersdorf-Stiftung den sogenannten Oberen Wirtschaftshof unentgeltlich übertragen. Damit wird der Grundbesitz der Stiftung erweitert und die Eigentumslücke rund um das historische Abteigelände geschlossen.
Freudige Gesichter bei der Schlüsselübergabe durch den Liegenschaftsdirektor der Rheinischen Bodenverwaltungs AG, Oliver Münnich (3. v. l.) an den Vorsitzenden der Abtei Rommersdorf Stiftung, Dr. Hermann-Josef Richard (3. v. r.) und den Geschäftsführer Dr. Reinhard Lahr (4. v. r.). Foto: Wolfgang HartmannNeuwied-Heimbach-Weis. Der Obere Wirtschaftshof gehörte bislang der Rheinischen Bodenverwaltung AG, der Besitzgesellschaft des Herzogs von Arenberg. Nun ist das Teilgrundstück in das Eigentum der Abtei Rommersdorf-Stiftung übergegangen. Der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Hermann-Josef Richard, Geschäftsführer Dr. Reinhard Lahr und weitere Vorstandsmitglieder nahmen den Schlüssel von Oliver Münnich, Liegenschaftsdirektor und Prokurist der Rheinischen Bodenverwaltung AG, entgegen.

Für Besucher war bislang kaum erkennbar, wo genau die Eigentumsgrenzen des historischen Ensembles verliefen. Das Gelände rund um den Innenhof der ehemaligen Prämonstratenser-Abtei wirkte bereits optisch wie eine Einheit. Tatsächlich hatte die damalige Eigentümerin 1976 jedoch nur den unteren Teil der ehemaligen Abtei an die Stiftung übertragen. Der Wirtschaftshof blieb bei den "Arenbergern" und wurde unter anderem als Getreidesilo, Stallung und Remise von den Pächtern der umliegenden landwirtschaftlichen Flächen genutzt. Sichtbar waren die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse lediglich durch eine an Pollern befestigte alte Eisenkette.

Vor rund zwei Jahren begannen Gespräche über eine Übertragung des Wirtschaftshofs an die Stiftung. Mit der Schenkung wurde dieser Prozess nun abgeschlossen. Für Dr. Hermann-Josef Richard "wächst nun auch juristisch und faktisch zusammen, was zusammen gehört!". Zudem erklärte er: "Es eröffnen sich für die Stiftung nicht nur neue Möglichkeiten der Nutzung dieses Areals, sondern damit kann nun auch die eigentumsrechtliche Lücke um das eigentliche Abtei-Gelände geschlossen werden!"

Oliver Münnich bezeichnete die Entwicklung rund um die ehemalige Abtei als "eine gelungene Mischung aus erlebbarer Geschichte und sinn- und wertstiftender Nutzung - Denkmal zum Anfassen und Gebrauchen!". Die Schenkung sei daher auch "ein Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens in die Arbeit der Stiftung".

Auch Friedrich von Schönberg, der die Firma Stollenwerk aus Kerpen vertritt, begrüßte die Übertragung: "dass nun ein weiterer Baustein dem eigentlichen Abteigelände zugewiesen werden kann"! Die Firma Stollenwerk gehört zu den größten europäischen Konservenherstellern und ist seit vielen Jahrzehnten Pächterin der landwirtschaftlichen Flächen rund um die Abtei. Von Schönberg betonte zudem, "dass es immer ein gutes Miteinander gegeben habe, zwischen Stollenwerk, den vor Ort arbeitenden Landwirten, vor allem der Familie Oest, und der Abtei Rommersdorf-Stiftung."

Künftige Nutzung wird geprüft
Die Übertragung erfolgte exakt fünfzig Jahre nach der Gründung der Stiftung und der damaligen Übertragung der Abtei. Wie der Obere Wirtschaftshof künftig genutzt wird, soll in den kommenden Monaten beraten werden. "Ideen gibt es viele, aber man muss schauen, was passt und was geht", erklärte Dr. Reinhard Lahr.

Zunächst solle der Zeugniswert des barocken Ensembles berücksichtigt werden. "Zunächst einmal wird es darum gehen, dem Zeugniswert des barocken Ensembles genügende konservatorische Aspekte in den Focus zu nehmen, sprich die Fassaden authentisch zu restaurieren", sagte Lahr. Er äußerte sich dabei auch in seiner Funktion als Denkmalschützer des Landkreises Neuwied.

In den kommenden Wochen sollen erste Begutachtungen klären, wie der Wirtschaftshof ertüchtigt werden kann und welche grundlegenden Maßnahmen nötig sind, um ihn behutsam in das historische Ensemble der Abtei einzugliedern.

Eine erste Gelegenheit, das neu erworbene Gelände zu sehen, bietet der Weihnachtsmarkt der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis am zweiten Adventswochenende. Am 5. und 6. Dezember wird auch der Obere Wirtschaftshof in das Markttreiben einbezogen. PM/Red
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