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Pressemitteilung vom 02.11.2026
Region
Rainer Kaul nach 31 Jahren an der Spitze des DRK Rheinland-Pfalz verabschiedet
Bei der 21. DRK-Landesversammlung in Simmern ist der frühere Neuwieder Landrat Rainer Kaul aus der Führung des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz verabschiedet worden. Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten den bisherigen Vizepräsidenten Dr. Rafael Hoffmann.
Foto: DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.Simmern. Rainer Kaul war insgesamt 31 Jahre ehrenamtlich in der Führung des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz tätig - zehn Jahre als Vizepräsident und 21 Jahre als Präsident. Bei der Landesversammlung am 31. Oktober wurde er in den DRK-Ruhestand verabschiedet und anschließend zum Ehrenpräsidenten des Landesverbandes ernannt.

Kaul blickte auf die Herausforderungen zurück, die das Rote Kreuz in Rheinland-Pfalz während seiner Amtszeit bewältigt habe. Dazu zählten die Aufnahme und Betreuung von Geflüchteten ab 2015, die Einsätze während der Corona-Pandemie sowie die Hilfe nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Region Eifel/Trier im Juli 2021. Auch die täglichen Aufgaben im Rettungsdienst, Katastrophenschutz, in der Pflege, der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie bei der Blutspende hob er hervor.

"Wenn ich auf die mehr als 20 Jahre als Präsident zurückblicke, bin ich vor allem dankbar für die Menschen, die das Rote Kreuz in Rheinland-Pfalz mit Leben füllen. Unsere Rotkreuzfamilie hat in dieser Zeit große Herausforderungen gemeistert und immer wieder gezeigt, was gelebte Gemeinschaft, Zusammenhalt und Menschlichkeit bedeuten", sagte Kaul.

Würdigung durch Landes- und Bundesverband
Ministerpräsident Gordon Schnieder und Innenminister Achim Schwickart würdigten Kauls langjähriges Engagement. Schnieder erklärte: "Menschlichkeit zeigt sich darin, dass Menschen Empathie zeigen und Verantwortung füreinander übernehmen. Beim Deutschen Roten Kreuz erleben wir jeden Tag, wie sich Menschen tatkräftig für andere einsetzen." Die Landesregierung stehe als verlässlicher Partner an der Seite des DRK, so der Ministerpräsident.

Auch Hermann Gröhe, Präsident des DRK-Bundesverbandes, war zur Landesversammlung gekommen. Er überreichte Kaul das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes, die höchste Auszeichnung des DRK. Gröhe verwies auf die Bedeutung von Vorsorge und Krisenfestigkeit für den Bevölkerungsschutz und dankte den haupt- und ehrenamtlichen Kräften des Landesverbandes.

Kaul hatte sein Engagement für das Rote Kreuz 1984 als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Puderbach begonnen. Später führte er den DRK-Kreisverband Neuwied. 1995 wurde er Vizepräsident des Landesverbandes, seit Oktober 2005 stand er an dessen Spitze. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in Aufsichtsräten und Gremien verschiedener DRK-Gesellschaften.

"Ich bin stolz darauf, diesen Weg mit so vielen engagierten haupt- und ehrenamtlichen Kräften gegangen zu sein. Nun ist es an der Zeit, die Verantwortung in neue Hände zu legen. Ich bin überzeugt, dass das rheinland-pfälzische Rote Kreuz auch in Zukunft viel bewegen wird - weil es Menschen verbindet, Verantwortung übernimmt und sich von einem leiten lässt, was wichtiger ist denn je: Menschlichkeit", sagte Kaul.

Dr. Rafael Hoffmann neuer Präsident
Zum Nachfolger Kauls wählten die Delegierten dessen bisherigen Vizepräsidenten, den Dauner Augenarzt Sanitätsrat Dr. Rafael Hoffmann. Gemeinsam mit den neu gewählten Präsidiumsmitgliedern soll er die Entwicklung des Landesverbandes in den kommenden Jahren gestalten.

"Menschlichkeit ist unser wichtigster Auftrag - und sie muss auch in Zukunft unser Maßstab bleiben. Wir müssen Bewährtes erhalten und gleichzeitig mutig nach vorne schauen. Wir wollen die Stärken unserer Rotkreuzfamilie bewahren, das Ehrenamt weiter stärken und zugleich offen für neue Ideen und Wege sein. Die Herausforderungen verändern sich - unser Anspruch, Menschen in Not zu helfen, bleibt", sagte Hoffmann.

Im Mittelpunkt der Landesversammlung standen außerdem zwei Gesprächsrunden. In der ersten ging es um das Ehrenamt im demografischen Wandel und die Frage, wie freiwilliges Engagement gestärkt und Menschen für eine langfristige Mitarbeit gewonnen werden können. Die zweite Runde befasste sich mit dem Bevölkerungsschutz unter neuen Vorzeichen, der Rolle des Roten Kreuzes in Krisen und Katastrophen sowie den wachsenden Anforderungen an gesellschaftliche Resilienz.

Das Jahresmotto "Menschlichkeit gestaltet Zukunft!" soll dabei weiterhin als Leitlinie dienen. Hoffmann betonte, das DRK müsse Menschen gewinnen und binden, neue Ideen fördern und bestehende Strukturen ausbauen, um auch künftig schnell, verlässlich und menschlich helfen zu können. PM/Red
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