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| Nachricht vom 30.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Stabile Weinexporte trotz globaler Herausforderungen |
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| Der weltweite Weinkonsum sinkt, und die Branche steht unter Druck. Doch wie wirkt sich das auf den Export deutscher Weine aus? Trotz der schwierigen Marktbedingungen zeigt sich ein überraschendes Bild. |
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Mainz. Trotz leichter Rückgänge behauptet sich der Export deutscher Weine im angespannten Weltmarkt. Mit insgesamt 600.000 Hektolitern blieben die Ausfuhren im ersten Halbjahr 2026 stabil, der gesamte Umsatz ging um drei Prozent auf rund 186 Millionen Euro zurück, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilte. DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes sieht das durchaus als Erfolg, weil weltweit fast überall weniger Wein getrunken werde. Als Grund für den stabilen Export sieht sie die steigende Nachfrage nach leichteren, frisch-fruchtigen Weißweinen.
Vor allem deutsche Weißweine sind in Skandinavien gefragt. Insbesondere in Schweden habe der Import deutscher Weißweine gegen den Trend eines schrumpfenden Marktes zugelegt, berichtet DWI-Sprecher Ernst Büscher. Der Absatz deutscher Weine über das schwedische Monopol Systembolaget sei in den ersten neun Monaten um zehn Prozent und der Umsatz um elf Prozent gestiegen, zitiert das DWI den Leiter des Stockholmer Wines of Germany-Büros, Jan Dworsky. "Das Alkoholmonopol Systembolaget verkauft etwa 85 Prozent aller Weine in Schweden", erläutert Büscher.
Auch Finnland und Dänemark hätten sich zu wichtigen Exportmärkten für deutsche Weine entwickelt. Sie machten demnach im ersten Halbjahr 2026 einen Anteil von einem Viertel an den gesamtdeutschen Weinausfuhren aus.
Mit einem Weinexportwert von 24 Millionen Euro waren die USA in diesem Zeitraum aber weiterhin der wichtigste Ausfuhrmarkt für deutsche Weine, gefolgt von Norwegen (18 Millionen Euro) und den Niederlanden (16 Millionen Euro).
Vor allem wegen der Zölle seien die Exporte in die USA aber deutlich zurückgegangen - um elf Prozent bei Menge und Umsatz im ersten Halbjahr. Hoffnungsvoll blickten die Weinexporteure dagegen nach Brasilien und Indien. Dank der neuen EU-Handelsabkommen würden diese Länder derzeit als Abnehmer erschlossen. Das DWI spricht insgesamt von einem wachsenden Interesse der Weinerzeuger am Exportgeschäft.
Das jährliche Weinexportvolumen von rund 1,2 Millionen Hektolitern im Schnitt der letzten fünf Jahre entspricht dem DWI zufolge etwa 14 Prozent der durchschnittlichen Weinproduktion in Deutschland. (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Nachricht vom 30.10.2026 |
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