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Pressemitteilung vom 26.10.2026
Region
Stadträtin Etscheidt zeigt Alternative zur Fällung von 30 Bäumen auf dem Gelände der Kita "Am Schlosspark" auf
Die Ankündigung der Stadtverwaltung, 30 Bäume auf dem Gelände der Kita am Schlosspark fällen zu müssen, hat die Stadträtin Jutta Etscheidt auf den Plan gerufen. Die fordert die Stadtverwaltung auf, über Alternativen nachzudenken.
Es wäre schön, wenn die Bäume erhalten werden könnten. (Foto: Dr. Jutta Etscheidt)Neuwied. Seit 12 Jahren setzt Etscheidt sich zusammen mit ihren Mitstreitern der jetzigen Wählergruppe im Stadtrat für eine ökologische, klimafreundliche Stadtpolitik ein. Neben der Anlage von artenreichen Insektenwiesen, sinnvollen Ausgleichsflächen, mehr Entsiegelung und dem Verbot von Schottergärten gehören die Neuanpflanzung von Gehölzen und der Schutz des städtischen Baumbestandes mit zum Programm. Immer wieder kritisiert die Gruppe, dass der Altbestand von großkronigen Bäumen mit entsprechender Verschattung, Verdunstungskühle, Luftfilterung und Sauerstoffproduktion ausgetauscht wird gegen kleinkronige oder standortfremde Arten. Auch dauert es Jahrzehnte, bis die neuen Bäume die Funktion der alten übernehmen können.

"In diesem Jahr wurden bereits viele ältere Bäume gefällt, und mit dem Bestand der Kita am Schlosspark werden noch einmal 30 dazukommen", kritisiert die Stadträtin. Sie hat sich die Bäume vor Ort angeschaut. Es ist fast ein kleiner Wald, der dort den Kindern viel Schatten spendet. "Über die Auswirkungen der geplanten Rodung können sich Kitaleitung und Eltern mit der Geschwister-Scholl-Schule austauschen, wo die Fällung der großen Platanen für großen Hitzestress im Sommer sorgte", erinnert Etscheidt.

Als Grund für die radikale Rodungsaktion gibt die Stadtverwaltung das notwendige Entfernen von kontaminiertem Boden an. "Es steht außer Frage, dass dieser Boden zum Wohl der Kinder so schnell wie möglich ausgetauscht werden muss. Trotzdem gibt es Alternativen zur Fällung aller Bäume", teilt Etscheidt mit. Sie hat mit der Stadt Köln und entsprechenden Firmen telefoniert, die schon länger Saugbagger einsetzen zum schonenden Abtragen von Boden, auch um Bäume und ihre Wurzeln herum. Dies kann abschnittsweise geschehen, damit die Standfestigkeit der Bäume nicht gefährdet wird. Außerdem wird das Auftreten von Staub unterbunden. Kontaminierter Boden bleibt in einem geschlossenen System und kann gefahrlos abtransportiert werden.

"Der Einsatz von Saugbaggern wird vielleicht nicht bei allen Bäumen möglich sein und auch teurer werden als die radikale Variante. Aber die Neupflanzung von Bäumen, die künstliche Abschattung der Kita und Klimaanlagen würden auch Geld kosten", rechnet Etscheidt gegen. Zusammen mit ihrer Wählergruppe hofft sie, dass die Stadtverwaltung nach erneuter Beurteilung der Bäume und ihrer Standorte der innovativen Technik eine Chance gibt und möglichst viele der gesunden Altbäume erhalten werden können. (PM)

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